Agenda 2040

Agenda 2040: Die Zukunftswerkstatt

Die Waldstadt mit allen Stadtteilen

Die Waldstadt mit allen Stadtteilen

Foto: serlohn.de

Iserlohn.   Am 18. April ist der öffentliche Auftakt für das Iserlohner Stadtentwicklungskonzept.

Einen Zukunftsentwurf bis 2040, den verheißt das Stadtentwicklungskonzept für Iserlohn. Bei einer Auftaktveranstaltung am 18. April in der Schauburg soll der Startschuss fallen, mit dem Planer und Verwaltung eines deutlich machen wollen: Bei allen millionenschweren Investitionen für die Innenstadt sollen auch die Stadtteile auf dem Weg in die Zukunft nicht ins Hintertreffen geraten.

Bürgerbeteiligung, Spaziergänge in den Stadtteilen, Werkstattarbeit mit Ideenschmiede – all das gehört zur Rezeptur, um das Stadtentwicklungskonzept für möglichst viele Iserlohner schmackhaft zu machen. Eckdaten, Inhalte und Zeitschiene stellte diese Woche Simone Risse im Planungsausschuss des Stadtrats vor.

Planungsbüros aus Berlin führen Regie

Die Architektin gehört zum Team der Firma „Yellow Z“ aus Berlin, die das Stadtentwicklungskonzept mit Verwaltung, Politik, Stadtteilen und Bürgern in den kommenden zwei Jahren erarbeiten soll. Mit an Bord ist neben „Yellow Z“ zugleich das Büro „UmbauStadt“, ebenfalls aus Berlin.

Insgesamt markierte Simone Risse dabei vier Phasen. Begonnen hat das Team aus Berlin Anfang des Jahres in Iserlohn mit der „Analysephase“, erklärte die Architektin. Ortsbegehung, Lage, Bevölkerungsentwicklung, Unternehmen, wirtschaftliche Situation, Arbeitsmarkt, Verkehr, Straßen, Gewerbeflächen, Kulturangebot, Sport, Landschaft – all das gehört dazu.

Als Beispiel warf Simone Risse den Blick auf Iserlohns „Freiraumqualitäten“: Nur 25 Prozent der Fläche im gesamten Stadtgebiet seien bebaut, 75 Prozent hingegen Freiraum und Wald. Das verheißt beispielsweise einen hohen Freizeitwert, zum anderen aber auch „Flächenkonkurrenz“, um auf den bebauten 25 Prozent „alles unterzubringen“.

Charakteristisch für Iserlohn als Arbeitsstandort seien 39 Prozent mit produzierendem Gewerbe, hohem Anteil der Metallverarbeitung, vielen mittelständischen Unternehmen und „Hidden Champions“ – also Betrieben, die weit über die Region hinaus und international sehr erfolgreich sind.

Phase zwei soll dazu dienen, „ein gesamtstädtisches Leitbild zu entwickeln“, erklärte Simone Risse. Dabei richtet sich der Blick vor allem auch auf die Stadtteile. Ortsbegehungen und Workshops sollen dort von Juni bis September 2018 laufen, „um eine möglichst breite Rückmeldung von den Bürgern zu bekommen“, unterstreicht Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke – ob Familien oder Singles, Jugendliche oder Senioren, Vereine oder Verbände. Ziel sei, Stärken und Schwächen zu analysieren, daraus aber dann auch Ideen, Wünsche und Vorhaben für die Zukunft zu formulieren.

Bürgerbeteiligung, Leitbild und Broschüre

In Phase drei geht es dann daran, „ein Handlungskonzept auch mit konkreten baulichen Projekten“ zu erarbeiten, schilderte Simone Risse – einschließlich Kosten- und Finanzierungsübersicht. Am Ende in Phase vier steht dann das Stadtentwicklungskonzept samt Leitbild für die Zukunft, konkreten Vorhaben und einer Broschüre, die alles zusammenfasst.

Im Ausschuss des Stadtrats gab es Zustimmung. CDU-Sprecherin Eva Kirchhoff erinnerte daran, dass Grüne und CDU das Thema in Gang gesetzt hätten. SPD-Sprecher Ralf Langner schlug vor, auch im Foyer des Rathauses stetig die Arbeit am Stadtentwicklungskonzept für alle Bürger zu dokumentieren.

Der erste Impuls für die Öffentlichkeit ist die Auftaktveranstaltung am 18. April, 18.30 Uhr bis 21 Uhr, in der Schauburg. Zur Präsentation soll dabei auch eine große, begehbare Stadtkarte von Iserlohn gehören.

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