Stadtleben

Alter Ahorn am Kühn-Platz muss weichen

Wie einen Blumenstrauß greift der Spezialkran die tonnenschwere Baumkrone.

Wie einen Blumenstrauß greift der Spezialkran die tonnenschwere Baumkrone.

Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Grund sind Trockenheit und Pilzbefall. Für die Fällung kommt ein spezieller Kran zum Einsatz.

Spektakuläre Fällaktion auf dem Fritz-Kühn-Platz-Areal: Zwischen Inselstraße und dem Parkplatz der Gesellschaft Harmonie ist am Dienstag ein über 25 Meter hoher jahrzehntealter Ahorn gefällt worden. Dem Baum hatte die Trockenheit im vergangenen Jahr und auch der Befall durch den sogenannten Brandkrustenpilz stark zugesetzt. Weil ein Abbrechen und Hinabstürzen der tonnenschweren Baumkrone drohte, wurde schließlich entschieden, zu fällen.

„Sowas tut uns auch immer ein bisschen weh“, erklärt am Dienstagmorgen Eckehardt Schröder, Meister beim Bereich Stadtbildpflege beim Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer, als bereits die ersten größeren Äste des Baums gefallen sind. Sicherheit allerdings gehe vor, zumal entlang des Baumes der Fußweg rauf zum Poth verläuft.

Für die Aktion kam am Morgen ein spezieller Fällkran zum Einsatz, von dem es nur drei dieser Art in ganz Deutschland gibt. „Der Kran hat einen besonders guten Stand und kann die Baumkrone im Prinzip wie einen Blumenstrauß fassen und unterhalb absägen“, erläutert Schröder weiter. „Das Holz wird danach abtransportiert, gehäckselt und als Biomasse, zum Beispiel als Pellets, verwertet.“

Mehrere Fällungen wegen trockenem letzten Jahr

Im laufenden Jahr, sagt Schröder, hätte es bereits mehrere vergleichbare und der Trockenheit im vergangenen Jahr geschuldete Fälle von Fällungen gegeben – wenn auch an weniger exponierten Lagen. Ebenfalls gestern sollte noch über die Fällung eines Ahorn im Bereich Alexanderhöhe entschieden werden.

Wegen der Größe des Baumes und der Hanglage hätten die Pläne am Dienstag beinahe geändert werden müssen, ein händischer Schnitt wäre fällig gewesen. Am Ende erwies sich der Kranarm aber doch als lang genug. „Wenn der Fällkran nicht zum Einsatz hätte kommen können, wären hier vier Mitarbeiter den ganzen Tag beschäftigt gewesen“, sagt Daniel Ramer, Inhaber des ausführenden Forstbetriebs Ramer aus Hemer. Den 1,2 Millionen Euro teuren Fällkran hatte man von einem Mitbewerber aus Essen geliehen. „Man hilft sich“, so Ramer.

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