Feuerwehr

Altes B7-Gebäude auf Campus Seilersee völlig verqualmt

Außer mit der Drehleiter wurden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch durch das Treppenhaus des alten B7-Gebäudes bei der Übung „gerettet“.

Außer mit der Drehleiter wurden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr auch durch das Treppenhaus des alten B7-Gebäudes bei der Übung „gerettet“.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  Zum Glück handelte es sich bei den „Brand“ aber um ein Übungsszenario für die Freiwillige Feuerwehr und das Team des Privaten Aufbaugymnasiums.

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Große Aufregung am Samstagnachmittag am Privaten Aufbaugymnasium Iserlohn: Das alte B7-Gebäude gegenüber der Mensa ist völlig verqualmt. An zwei Fenstern im ersten Stock stehen zwei Jungen und rufen um Hilfe. Christiane Badtke, seit April im Internat beschäftigt, löst den Feueralarm aus – und wartet dann erst einmal das Eintreffen ihrer Kollegen aus den Löschgruppen Iserlohner Heide, Bremke und Stadtmitte ab. Denn die Erzieherin ist im Ehrenamt bei der Feuerwehr aktiv und das Szenario glücklicherweise nur eine Übung, die erste auf dem Schulgelände am Seilersee.

30 Internatsschüler mussten evakuiert werden

So wie die Feuerwehrleute müssen auch die Mitarbeiter der Schule und des Internats für den Ernstfall vorbereitet sein, der hoffentlich nie eintritt. „Wir hatten hier aber schon Alarmauslösungen durch die Brandmeldeanlage und entsprechend auch schon Begehungen der Gebäude“, berichtet Marc Pelzing, Chef des Löschzugs Mitte, zu dem die drei Löschgruppen gehören. Noch während die insgesamt 25 Blauröcke anrücken, die, abgesehen von ihren Leitungskräften, zuvor nicht wussten, was sie tatsächlich vor Ort erwartet, sorgt das Schul- und Internatsleitungsteam für die regelmäßig geübte Evakuierung der Gebäude. Rund 30 Internatsschüler, die aber vorgewarnt waren, sind an diesem Nachmittag auf dem Gelände. „Der Zeitpunkt ist auch für unser Personal eine gute Übung, da sie ja wissen müssen, wo sich die Schüler in der Freizeit aufhalten“, erklärt Internatsleiterin Susanne Hartken-Rohe.

Als die Feuerwehr eintrifft, muss sich ein Teil der Kräfte trotz des offensichtlichen Einsatzortes erst einmal um die anderen Gebäude und die Brandmeldeanlage kümmern. Denn da das leerstehende B7 nicht an die Anlage angeschlossen ist und der Alarmknopf deswegen in einem der anderen Gebäude gedrückt werden musste, muss den Vorschriften entsprechend auch dort kontrolliert werden. Parallel beginnt aber schon die Rettung der im Rauch – oder besser Disconebel – eingeschlossenen „Personen“. Elf sind es insgesamt: vier Dummys und sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die lautstark auf ihre Notlage und auf sich aufmerksam machen in den teilweise völlig vernebelten Räumen. „Das war so dicht, dass ich den Boden nicht mehr sehen konnte“, staunt der beeindruckte Sicherheitsbeauftragte der Schule, der Mittelstufen-Koordinator Dirk Kopleck, über die Leistung der Feuerwehrleute mit den Atemschutzgeräten, denen er ins Gebäude folgen durfte.

„Massenanfall von Verletzten“ auf Krankenhäuser verteilt

Drei Jugendfeuerwehrleute werden mit der Drehleiter der Berufsfeuerwehr aus den Fenstern im ersten Stock gerettet, die übrigen durch das Treppenhaus. Um den „Massenanfall von Verletzten“, wie es offiziell heißt, kümmert sich eine angehende Notfallsanitäterin der Berufsfeuerwehr gemeinsam mit zwei Helfern des Deutschen Roten Kreuzes, teilt sie je nach Schwere der Verletzung fiktiv auf die Krankenhäuser auf. Inklusive der Entrauchung des Gebäudes dauert der Einsatz nicht einmal eine halbe Stunde. „Das ist recht gut und schnell abgelaufen“, zieht Marc Pelzing noch am Einsatzort eine erste Bilanz. Die vermissten Personen habe man schnell aus dem Gebäude nach draußen bringen können, und auch das „Feuer“ habe man genauso rasch unter Kontrolle gehabt.

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