Kirchengemeinde

Andres Michael Kuhn verlässt Gemeinde auf eigenen Wunsch

Pfarrer Andres Michael Kuhn

Pfarrer Andres Michael Kuhn

Foto: Michael May

Iserlohn.   Der Iserlohner City-Pfarrer hat nach 30 Jahren um Versetzung gebeten.

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Nach 30 Jahren wird Pfarrer Andres Michael Kuhn aus Iserlohn Abschied nehmen. Auf eigenen Wunsch bat Kuhn um seine Versetzung: Das Ehepaar Kuhn hat sich getrennt. Die Bitte um Versetzung teilte Pfarrer Kuhn bei der jüngsten Sitzung des Presbyteriums mit. Bereits am 18. März soll der City-Pfarrer mit einem Gottesdienst verabschiedet werden. Die Nachricht ist taufrisch, und viele Menschen in Iserlohn werden den engagierten Pfarrer der Versöhnungskirchen-Gemeinde sehr vermissen.

Seit 1988 ist Kuhn in Iserlohn, teilte sich damals mit seiner Frau Liebgard die Pfarrstelle. Seit Ende der 1990er Jahre widmete sich Andres Michael Kuhn (60) der Stadtkirchenarbeit als übergeordnetem Schwerpunkt. Die Reformierte Kirche im Herzen der Stadt wurde zum Forum für Vorträge, Ausstellungen, Konzerte, Kurse für Glaubensfragen bis zu spirituellen Angeboten.

Zusammen mit dem Iserlohner Kreisanzeiger gab es Tiergottesdienste, Veranstaltungen mit Jürgen Fliege oder gar mit dem früheren Travestie-Star „Gordy“ (Reiner Kohler). 2017 beeindruckten in der Reformierten Kirche beispielsweise Ausstellungen mit dem Künstler Otmar Alt oder mit Studenten der BTK Hochschule für Gestaltung zum facettenreichen Thema „lebenswert“. Auch beim Reformationsjubiläum war Kuhn intensiv eingebunden.

Dieser Titel ist inzwischen gleichermaßen Programm für einen Verein, unter dessen Dach vielfältige soziale Projekte der evangelischen Kirche in Iserlohn laufen. Zum Verein „Lebenswert“ gehören das Sozialzentrum „Lichtblick“, das Jugendzentrum „Checkpoint“ und das Flüchtlingsnetzwerk. All diese Aktivitäten sind eng mit der Arbeit von Andres Michael Kuhn verknüpft.

Der Abschied von Kuhn „ist natürlich ein starker Einschnitt“, erklärte am Freitag Pfarrer Jürgen Löprich, Vorsitzender des Presbyteriums auf Nachfrage. Gemeinsam mit Superintendentin Martina Espelöer muss die Gemeinde auf die Suche nach einem Nachfolger gehen – auch in Gesprächen mit der Landeskirche von Westfalen. Dabei hofft die Gemeinde in Iserlohn, dass die Stelle von Kuhn auch in Zukunft in vollem Umfang besetzt werden kann.

Die Feier zum 300-jährigen Bestehen der Reformierten Kirche am 13. Februar soll derweil wie geplant laufen.

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