Sicherheit

Angriff auf Rathaus-Mitarbeiter

Die Sicherheitsvorkehrungen im Rathaus sollen nach einem Angriff auf Mitarbeiter der Ausländerabteilung verbessert werden. Für den Einsatz eines Sichertheitsdiensts werden aktuell Angebote eingeholt.

Foto: Michael May IKZ

Die Sicherheitsvorkehrungen im Rathaus sollen nach einem Angriff auf Mitarbeiter der Ausländerabteilung verbessert werden. Für den Einsatz eines Sichertheitsdiensts werden aktuell Angebote eingeholt. Foto: Michael May IKZ

Iserlohn.  Nach einem Vorfall aus der vergangenen Woche, bei dem ein Mitarbeiter verletzt worden ist, wird über verbesserte Sicherheitsmaßnahmen im Rathaus nachgedacht.

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Bei der Registrierung von Asylbewerbern ist es in der vergangenen Woche zu einem Angriff auf Rathaus-Beschäftigte gekommen. Bei dem Vorfall soll der Begleiter eines Flüchtlings eine Mitarbeiterin der Ausländerabteilung angespuckt und einen anderem Rathaus-Angestellten, der der Frau zur Hilfe kommen wollte, in den Rücken getreten und ihm einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben. Die CDU nimmt das Ereignis zum Anlass, um sich bei Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens zu erkundigen, welche Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter bereits ergriffen worden sind und ob ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden soll.

Bürgermeister bewertet Attacke als einen Einzelfall

Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski berichtet auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Behörde wegen des Vorfalls am Dienstag der vergangenen Woche gegen einen 23-jährigen Bremer wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung ermittele. „Es hat einen tätlichen Angriff gegeben“, bestätigt auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Glücklicherweise handele es sich um einen Einzelfall, vergleichbare Vorkommnisse habe es in der Ausländerabteilung bisher nicht gegeben. „Wichtig ist auch die Feststellung, dass es sich nicht um einen Flüchtling gehandelt hat, sondern um eine Begleitperson mit deutscher Staatsangehörigkeit.“ Den Angriff selbst bewertet Ahrens als „schlimme Tat“, zumal der Mitarbeiter, der bei seinem Hilfeversuch geschlagen worden war, in Folge der Attacke krank geschrieben werden musste.

Angesichts des Vorfalls, so der Bürgermeister weiter, haben die Mitglieder des Verwaltungsvorstandes in ihrer Sitzung am Dienstag die Beschäftigung eines Sicherheitsdienstes im Rathaus II thematisiert, Angebote würden bereits eingeholt.

Eingangskontrollen am Rathaus unrealistisch

Als weitere Maßnahme, um die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern, soll in der Ausländerabteilung zudem ein elektronisches Alarmierungssystem an allen Arbeitsplätzen eingerichtet werden. Im Bereich Grundsicherung sei ein solches System bereits installiert, nachdem 2012 ein Arbeitsloser im Jobcenter Neuss eine Mitarbeiterin mit mehreren Messerstichen ermordet hatte.

Eingangskontrollen in den Rathäusern wie sie beispielsweise in Gerichten mittlerweile Vorschrift und Standard sind, hält Dr. Ahrens hingegen für nicht realistisch allein schon angesichts der Vielzahl an Zugängen zu den städtischen Verwaltungsgebäuden.

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