Iserlohn. Nachdem er die Kosten für eine Spedition per Vorkasse übernehmen soll, wird ein Iserlohner stutzig. Das ist passiert.

Erneuter Fall eines (versuchten) Vorkassebetrugs in Iserlohn: Statt den Kaufpreis für ein Fahrzeug zu bekommen, sollte ein Iserlohner jetzt zunächst in Vorkasse treten für das Abholen des Wagens, wie die Polizei am Montag berichtet. Der Iserlohner hatte den Wagen über ein Online-Portal zum Kauf angeboten. Es meldete sich ein Interessent, der angab, sich derzeit in Dänemark aufzuhalten. Er wolle das Auto ungesehen kaufen und von einer Spedition abholen lassen. Die Geschäftspartner einigten sich und unterschrieben einen Kaufvertrag.

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Kurze Zeit später folgten eine Rechnung der Spedition und eine Mail von einer Bank, wonach der Zahlungsvorgang gestoppt worden sei, bis die Spedition bezahlt sei. Als sich der Iserlohner mit dem Kaufinteressenten in Verbindung setzte, drohte der ihm mit rechtlichen Schritten und forderte den Verkäufer auf, sofort den Spediteur zu bezahlen. Stattdessen erstattete der Iserlohner jedoch am Freitag Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs.

Damit könnte er richtig liegen: Denn immer wieder versuchen Vorkasse-Betrüger, auf diese Art Speditionskosten zu ergaunern. Dass sie den angebotenen Gegenstand ungesehen kaufen wollen, weil sie sich angeblich im Ausland aufhalten, ist typisch. Genauso werden die mutmaßlichen Betrüger den Verkäufer bitten, die Transportkosten auszulegen, warnt die Polizei in einer Mitteilung. Sie versprechen zwar, diese zusammen mit dem Kaufpreis zu überweisen, doch das Geld kommt nicht und auch keine Spedition. So behält der Verkäufer zwar in der Regel seine Ware, verliert jedoch die meist erheblichen Speditionsgebühren.

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