Iserlohn. Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Iserlohn lassen den Jazz unter der Leitung von Stefan Beumers leben. So war das Konzert.

Der Jazz lebt - und das auch heute noch bei jungen Leuten und in den Schulen. Es bedarf nur des richtigen Konzeptes und der richtigen Musiker und Pädagogen, die dies zeitgemäß und mitreißend vermitteln können. Und dies tut seit Jahren und Jahrzehnten bereits die Gesamtschule Iserlohn. Und wer am Freitagabend in Deutschlands ältestem Jazz-Club Henkelmann in Iserlohn beim Konzert „Jazzination and friends“ die Begeisterung und Hingabe der SchülerInnen und Schüler erlebt hat, der muss sich keine Sorgen machen, ob nach dem Weggang der „Bigbandlegende“ Wilfried Pieper dieser Weg weiterhin konsequent beschritten wird. Welch ein Glück, dass mit Stefan Beumers nicht nur ein großartiger Trompeter, Posaunenchorleiter und früherer Musikschullehrer die Nachfolge angetreten hat, sondern auch ein Musiker, der in Iserlohn gut vernetzt ist. Nicht zu vergessen natürlich auch jene Musiklehrer, die ihm zur Seite stehen und die Musikklassen und Musikensembles kompetent weiterentwickeln.

Spielfreude und Ensemblegefühl

So überzeugten gleich zu Beginn die „Jazz-Teens“ (Klasse 5/6) unter der Leitung von Herrmann Dörnen mit Spielfreude, Ensemblegefühl und schon beachtlicher Spieltechnik. Eingängige Stücke wie „Rock Hero“ brachten die Zuhörer schon mal richtig in Stimmung.

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Anschließend folgte ein Auftritt der Extraklasse. Die „Allstars“, eine Bigband des befreundeten „Musikprojektes Mettingen“ unter der Leitung von Hartmut Dehmann bot Jazz und Funk vom Feinsten und es war unüberhörbar, dass hier viele Meister ihres Instrumentes zu einem perfekten Klangkörper zusammenfanden und die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule bekamen gleichzeitig ein Vorbild dafür geliefert, was man mit Fleiß und Begeisterung erreichen kann. Gemeinsam mit der vorzüglichen Sängerin Dunja Schäfer waren Titel wie „Gonna fly now“ und sogar ein Santana-Stück in ganz neuem Gewand zu hören.

Keine Erschöpfung spürbar

Den Abschluss bildete dann die Bigband „Jazzination“, die unter der Leitung von Stefan Beumers mal wieder für Begeisterung sorgte. Nach einem intensiven Probenwochenende und zwei Auftritten an den Vortagen hätte man vermuten können, dass ein wenig Erschöpfung spürbar war - aber nichts dergleichen.

Mit viel Rhythmusgefühl, großartigen Einzelleistungen und sehr gut abgestimmtem Zusammenspiel lieferten die Schülerinnen und Schüler eine perfekte Reise durch die Welt des Jazz, Funk und Soul. Von Duke Ellingtons Klassiker „Caravan“, Charlie Parkers „Birdland“ bis zu „Crazy little thing called love“ von Queen, „Jazzination“ begeisterte einmal mehr - wie seit Jahren schon - die Zuhörer.

Der Jazz lebt also. Nicht zuletzt, weil Deutschlands ältester Jazz-Club, der „Henkelmann“, immer wieder jungen KünstlerInnen und Ensembles ein Podium bietet.