Iserlohner. Neuer Werbe-Auftritt, neue Produkte, neue Optik: Die Privatbrauerei Iserlohn geht in die Offensive, um verloren gegangenes Terrain zurück zu erobern.

Am Mittwoch stellte Geschäftsführer Christian Rollinck die Strategie des Unternehmens aus dem Grüner Tal vor, die darauf angelegt ist, der Marke „Iserlohner” an ihrem Stammsitz zu altem Glanz zu verhelfen.

So wird die Produktpalette des Traditionsbetriebes jetzt um zwei Neuzugänge bereichert. Mit „Iserlohner alkoholfrei” und „Iserlohner Alt ” soll den Bedürfnissen des Marktes und den Wünschen der Kunden Rechnung getragen werden. Während das alkoholfreie Pilsener als Flaschenbier auf den üblichen Vertriebswegen an den Konsumenten gebracht werden soll, wird das Alt-Bier nur in der Gastronomie und frisch vom Fass angeboten.

„Neu”, „modern” und „zukunftsweisend” sind die Attribute, die das Unternehmen seiner von der Iserlohner Agentur „headline” entwickelten Werbekampagne zuordnet, in deren Mittelpunkt allerdings das altbekannte Motto „Natürlich Iserlohner” steht. „Wir setzen ganz eindeutig auf unsere Regionalität und unsere Tradition”, so Christian Rollinck. Demzufolge sind es dann auch Motive wie der Danzturm, die diese Aussage unter anderem im Rahmen einer Großplakatkampagne befördern sollen.

Als „etwas in die Jahre gekommen” bezeichnete der Geschäftsführer die Gestaltung der Getränke-Kästen, die für die Privatbrauerei ebenfalls ein Imageträger sind. Eine Investition im mittleren sechstelligen Bereich soll dies ändern. 120 000 Kisten in komplett neuer Gestaltung werden die alten Gebinde in den nächsten Wochen ersetzen. Ebenfalls neu im Programm: Der elf 0,5-Liter-Flaschen fassende Kasten.

Insgesamt sieht Rollinck die 2003 aus dem Brau-und-Brunnen-Konzern herausgelöste Privatbrauerei, die sich seit 2008 zu 100 Prozent im Besitz der Familie Heutelbeck befindet, auf „einem sehr guten Weg” angesichts eines Umsatzes von 22 Millionen Euro im Geschäftsjahr '08. Auch die Kapazität der Iserlohner Braustätte sei mit 500 000 Hektolitern bis an die Grenze ausgelastet. „Allerdings möchten wir den Anteil ,Iserlohner' erhöhen”, hofft Rollinck, mit der neuen Strategie die Hektoliterproduktion der Kernmarke zu steigern. Gegenwärtig werden rund 25 Prozent der Braukapazitäten für die Hausmarke benötigt, der Rest wird durch Handelspartner ausgeschöpft.