Ortsleben

Auf Zielgerade vor dem großen Fest

„Hier wohnt mein Opa, der König von Sümmern“: Ulrich Moneke (M.) und seine Königin Maria Hilker (li.) blicken auf eine schönes Jahr zurück und gehen gut gelaunt in die letzte Woche ihrer Regentschaft.

„Hier wohnt mein Opa, der König von Sümmern“: Ulrich Moneke (M.) und seine Königin Maria Hilker (li.) blicken auf eine schönes Jahr zurück und gehen gut gelaunt in die letzte Woche ihrer Regentschaft.

Foto: Michael May

Sümmern.  Fröhliches Warmlaufen bei „Freitags bei der III.“ und Kommers der St. Sebastian-Schützen

Dass die St. Sebastian Schützen, man könnte sagen, flüssigkeitsresistent sind, hatten sie bereits am Vortag bei „Freitags bei der III.“ in Haus Deimann bewiesen. Der Samstag allerdings hält dann für den Kommers in dieser Hinsicht eine größere Herausforderung bereit. Starkregen, Sonne und kurzzeitig auch Hagel wechseln gefühlt im Minutentakt – gut also, dass vor den Häusern auf Hof Moneke Zeltdächer aufgebaut worden sind, die dafür sorgen, dass die Schützen den Abend einigermaßen trockenen Fußes überstehen können. „Hauptsache, das Zelt fliegt nicht weg“, sagt Pressewart Thomas Fehler.

Rund 150 Gäste sind am Samstag zum Auftakt des Kommers am Nachmittag gekommen, kleine grüne-weiße Fähnchen weisen den Weg. Der Hof bietet für für die Veranstaltung ein besonderes Ambiente. Auf einen Einfahrtstor prangt ein Schild: „Hier wohnt mein Opa, der König von Sümmern“. Die Enkeltochter von König Ulrich „Uli“ Moneke hat die Herrschaftsverhältnisse im Ort offensichtlich verstanden.

Ende der Regentschaft des Königspaares steht bevor

Für König Ulrich II. und seine Königin Maria Hilker heißt es nun langsam Abschied nehmen von der Regentschaft, auf die vor allem er lange hingearbeitet hat. „Zwölf Jahre hab ich auf das Ding geschossen“, sagt Uli Moneke. Gereicht hat es aber immer nur zum Vize.

Dass ja „angeblich“ bei anderen Schützenfesten der Sieger nicht wirklich ausgeschossen, sondern vorab bestimmt wird, weisen die Sümmeraner für ihr eigenes Schießen mit einem Schmunzeln von sich. „Bei uns gibt es nicht mal das Gerücht“, sagt Königin Maria Hilker. Der Rückblick auf das vergangene Jahr erfüllt Königin und König mit Stolz. Die Feste, der Karneval mit einem vielbejubelten Auftritt des Paares als Clowns, der Königs- und Offiziersball mit Hofstaat und Ehrengästen auf der Herrmannshöhe, und, und, und. „Jetzt heißt es Einbiegen auf die Zielgerade“, sagt Geschäftsführer Frank Brandt.

Und das machen die Schützen auf dem Hof Moneke dann auch. Neben viel guter Laune und dem ein oder anderem Kaltgetränk wird auch der Vogel für das Schießen in einer Woche präsentiert. Der Spielmannszug sorgt für musikalische Untermalung.

Bereits am Vortag gut 200 Gäste bei „Freitags bei der III.“

Damit auch das Fest von Freitag, 26. Juli bis Montag, 29. Juli, wieder ein voller Erfolg und gut besucht wird, wird ab Montag eigens ein frisch aufgelegtes Heft zum Fest im Ort an Haushalte und Geschäfte verteilt. In dem Heft gibt es alle Infos rund um Verein, Historie, Schützenfest und Termine. „Das ist die erste Festzeitschrift seit Ewigkeiten“, freut sich Frank Brandt. Ein bisschen Werbung könne sicherlich nie schaden.

Bereits am Vortag hatten wie eingangs erwähnt rund 200 Besucher bei „Freitags bei der III.“ gefeiert. Der besondere Dank der dritten Kompanie, betont Thomas Fehler am Samstag, gelte hier wie schon in den Vorjahren Haus Deimann und Nicola Graf vom anliegenden Friseursalon, die den Platz außen für die Feier wie gewohnt zur Verfügung gestellt haben.

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