Polizei

Aufklärungsquote bei 24 Prozent

Sie werben im Kampf gegen Einbrecher für Prävention: (v. li.) Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski, Polizeichef Michael Kuchenbecker, Landrat Thomas Gemke, Peter Meyer von der WBG Hemer, sowie Elke Heinrichs als Leiterin der Führungsstelle Kriminalität und Thomas Groß-Hohnacker, Leiter des Kriminalkommissariats Kriminalprävention/Opferschutz.

Foto: Michael May

Sie werben im Kampf gegen Einbrecher für Prävention: (v. li.) Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski, Polizeichef Michael Kuchenbecker, Landrat Thomas Gemke, Peter Meyer von der WBG Hemer, sowie Elke Heinrichs als Leiterin der Führungsstelle Kriminalität und Thomas Groß-Hohnacker, Leiter des Kriminalkommissariats Kriminalprävention/Opferschutz. Foto: Michael May

Iserlohn.   Zu Beginn der dunklen Jahreszeit weist die Polizei auf ihr Beratungsangebot zum Einbruchschutz hin. Die Aufklärungsquote im Kreis liegt bei 24 Prozent.

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„Eigentlich sehen wir mit den Zahlen zur Zeit ganz gut aus“, sagt Michael Kuchenbecker, Leitender Polizeidirektor und Abteilungsleiter der Polizei im Märkischen Kreis, schon zu Beginn des Pressegesprächs, als er zusammen mit Kollegen aus der Kreispolizeibehörde und Landrat Thomas Gemke die mittlerweile fünfte Aktionswoche unter dem Motto „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ vorstellt. Denn der Herbst gilt bekanntlich als Einbruchszeit. Seine Kollegin Elke Heinrichs, Erste Kriminalhauptkommissarin und Leiterin der Führungsstelle Kriminalität, spricht mit Blick auf aktuelle Statistiken von den niedrigsten Einbruchszahlen seit 2008 in NRW. Kuchenbecker ist indes stolz auf die Aufklärungsquote im Märkischen Kreis, die im ersten Halbjahr 2017 bei 24 Prozent gelegen habe, und damit deutlich über dem Wert von 15 Prozent auf Landesebene. Er nennt die Kombination von „tieffliegender Polizei“ und „aufmerksamen Bürgern“ als Grund dafür, dass der Märkische Kreis bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität besser dasteht als Nordrhein-Westfalen.

Zwei Beamte geben vor Ort konkrete Tipps zum Schutz

„Wir müssen schauen, wie sich dieses Jahr entwickelt“, zeigt sich Elke Heinrichs ebenso optimistisch wie vorsichtig. Man wolle sich trotz der Zahlen auf keinen Fall zurücklehnen. Als Teil der Bemühungen gilt die Prävention, in deren Rahmen die Polizei die Bürger schon seit vielen Jahren kostenlos vor Ort, konkret und herstellerneutral in Sachen Einbruchschutz berät. Thomas Groß-Hohnacker und seine Mitarbeiter sind Anfang September mit ihren Büros von Menden in die Hemeraner Polizeiwache umgezogen. Zwei „technische Fachberater“ besuchen von dort aus die Bürger und geben praktische Tipps für jeden Einzelfall.

Am Dienstag wurde in den Räumen der Kreispolizeibehörde eine Kooperationsvereinbarung der Polizei mit der Wohnungsbaugesellschaft und der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Hemer abgeschlossen. Deren Geschäftsführer Peter Meyer konnte berichten, dass seine Gesellschaften die Erdgeschosswohnungen bereits mit verstärkten und abschließbaren Fenstergriffen ausgerüstet haben, nachdem sich Einbrüche in ihre Objekte gehäuft hatten. Inzwischen werde im Außenbereich mehr Licht eingesetzt, zumal dank LED-Technik die Kosten dafür stark gesunken seien. Er sieht die Kooperation mit der Polizei als Vorteil und will die Mieter in Zukunft regelmäßig über technische Möglichkeiten und auch sinnvolle Verhaltensweisen zum Einbruchschutz informieren. Bei Modernisierungen sei das Thema Sicherheit ohnehin schon stark beachtet gewesen. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei eine ähnliche Vereinbarung mit der IGW in Iserlohn abgeschlossen. Weitere Gesellschaften auch in anderen Städten des Kreises sollen folgen.

Polizeichef Kuchenbecker äußerste sich erstaunt darüber, dass noch immer nicht jedem klar sei, dass für einen Polizeieinsatz keine Gebühren anfallen. Er ruft dazu auf, ohne Scheu alle verdächtigen Beobachtungen unter 110 zu melden.

Einen Termin für eine kostenlose Vor-Ort-Beratung im Märkischen Kreis können Interessierte bei der Kriminalprävention in Hemer vereinbaren: Telefon 02372/9099-5510.

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