Straßenbau

Ausbesserung nicht vor dem Frühjahr

Die neue Fahrbahndecke wurde in einem Stück aufgetragen. Mit der Maschine sei wohl etwas nicht in Ordnung gewesen, vermutet der Projektleiter von Straßen NRW.

Foto: Stefan Drees

Die neue Fahrbahndecke wurde in einem Stück aufgetragen. Mit der Maschine sei wohl etwas nicht in Ordnung gewesen, vermutet der Projektleiter von Straßen NRW. Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Die Dortmunder Straße bleibt den Winter über mit Tempo 50 befahrbar – die Einhaltung der Begrenzung wird dringend empfohlen.

Die Wellen im Asphalt der jüngst sanierten Dortmunder Straße sollen behoben werden – aber nicht vor dem Frühjahr. So lautet das Ergebnis von Gesprächen, die der Landesbetrieb Straßen NRW mit der beauftragten Baufirma geführt hat, wie der Projektleiter Gürsel Sievel mitteilt: „Wir sehen das als Baumangel an. Inwieweit die Firma dafür haftet, müssen die weiteren Verhandlungen zeigen. Ich bin da aber zuversichtlich.“ Aus technischen Gründen sei an eine Nachbesserung vor dem Ende des Winters nicht zu denken: „Bei geeigneter Witterung werden wir das beheben lassen. Wenn wir da jetzt etwas rausfräsen, kriegen wir bei diesen Temperaturen keinen frischen Asphalt drauf, zumindest keinen, der zuverlässige Haftung bietet.“

Folgen von zu hoher Geschwindigkeit unwägbar

Die Strecke zwischen Iserlohn und Schwerte bleibt weiter freigegeben, an das strikte Tempolimit von 50 Stundenkilometern sollten Autofahrer sich jedoch halten, betont der Projektleiter. Bei höheren Geschwindigkeiten sei die Dynamik, die sich am Fahrzeug entwickle, völlig unwägbar. Wenn es dann noch friere, sei jede Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung gefährlich, warnt Sievel. Ein Autofahrer hat das bereits am eigenen Leib erlebt: Schäden an der neuen Leitplanke zeugen von dem Unfall, bei dem der Fahrer bei deutlich mehr als Tempo 50 die Kontrolle verlor.

Als Ursache für die mangelhafte Ausführung vermutet Straßen NRW einen Defekt des verwendeten Geräts. „Die technischen Analysen sind noch nicht abgeschlossen. Fehlbedienungen sind immer möglich, aber Schuld können wir auf dieser Basis nicht zuweisen“, stellt Sievel klar. Je nach Umfang der Maßnahmen droht im Frühjahr eine erneute Vollsperrung des Streckenabschnitts.

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