Ausbildung

Ausbildungsmesse: Iserlohner Betriebe ziehen positives Fazit

Sarah Rudzki-Roden (v. li.), Argjent Aliu, Peter Westermann und Daniel Hagelstange von Schlüter-Systems waren positiv überrascht von dem großen Andrang bei ihren Online-Angeboten.

Sarah Rudzki-Roden (v. li.), Argjent Aliu, Peter Westermann und Daniel Hagelstange von Schlüter-Systems waren positiv überrascht von dem großen Andrang bei ihren Online-Angeboten.

Foto: Vanessa Wittenburg / IKZ

Iserlohn/Märkischer Kreis.  Die erste digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region war ein voller Erfolg – zeigen die ersten Umfragen und Statistiken.

Die erste digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region war trotz technischer Hindernisse ein Erfolg für den Veranstalter „agentur mark“. Aber auch die teilnehmenden Schulen und Unternehmen können sich über einen erfolgreichen Tag freuen: Über 1800 Jugendliche aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Märkischen Kreis nahmen teil, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu informieren.

Mit Vorträgen und Videochats warben über hundert Unternehmen aus der Region um potenzielle Auszubildende. Für die Vorträge hatten sich die Unternehmen etwas einfallen lassen: Von der Präsentation über digitale Betriebsbegehungen und eingespielte Handyschnipsel bis hin zum lebhaften Dialog war alles dabei. Besonders gut lief es, wenn die Unternehmen die Fragen aus den parallel laufenden Chats direkt beantworteten.

200 Kontaktdaten im Chat ausgetauscht

Nach Auswertung des Plattformanbieters Isardigital haben rund 1800 Besucherinnen und Besucher an der Messe teilgenommen. Da die angemeldeten Schulklassen teilweise mit nur einem oder wenigen Geräten an der Messe teilgenommen haben, dürfte die tatsächliche Teilnehmerzahl aber höher gelegen haben. Im Schnitt besuchte jeder Teilnehmer acht Vorträge und führte ein Gespräch per 1:1-Videochat. Pro Beratungsraum wurden sechs Gespräche geführt, in über 200 Fällen wurden auch die Kontaktdaten ausgetauscht. Die Jugendlichen interessierten sich vor allem für die konkreten Ausbildungsberufe, die schulischen Voraussetzungen, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten sowie Praktikumsplätze und Ausbildungsplätze noch für 2020. Auch der Standort und die Erreichbarkeit des Ausbildungsbetriebs war vielen Jugendlichen wichtig.

Für viele Unternehmen war die digitale Ausbildungsmesse eine neue, aber positive Erfahrung. So auch für Sarah Rudzki-Roden und Argjent Aliu von Schlüter Systems: „Wir sind total überrascht, dass tatsächlich 150 Teilnehmer unseren Vortrag besucht haben. Wir hatten Befürchtungen, ob überhaupt jemand kommt und ob die Technik klappt. Für uns ist das ja auch alles neu und wir haben uns vorher Gedanken gemacht, wie wir unseren Betrieb hier gut präsentieren können.“

Caritasverband Hagen will digitales Angebot auch in Zukunft nutzen

Der Caritasverband Hagen zeigt sich ebenfalls überzeugt von dem digitalen Messeformat: „Wir sind super zufrieden mit unserem Vortrag. Wir hatten 99 Teilnehmer, so viele Jugendliche zu erreichen hätten wir uns kaum vorstellen können. Wir überlegen ernsthaft, unsere Info-Veranstaltungen zukünftig zumindest mit einem digitalen Format zu ergänzen“, so Elmar Kotthoff.

Bei den Schulen habe sich das mittlerweile bekannte Problem der mangelnden Digitalisierung auch auf der digitalen Messe gezeigt, heißt es in der Mitteilung der „agentur mark“. Einige Schulen mussten aufgrund schlechter Internetverbindung oder technischer Probleme den Messe-Besuch tatsächlich abbrechen, andere hingegen konnten problemlos teilnehmen und fanden großartig, dass trotz Corona ein berufsorientierendes Angebot der Unternehmen für ihre Schülerinnen und Schüler stattfinden konnte.

Jugendliche und Unternehmen erleben angenehme und hilfreiche Gespräche

Die Jugendlichen selbst haben sich in der Anonymität der Vorträge zwar sicherer als in den 1:1-Videochats gefühlt, wenn sie sich aber in die direkte Kommunikation getraut haben, erlebten sie angenehme und hilfreiche Gespräche, so das Fazit der Veranstalter.

„Agentur mark“-Geschäftsführerin Kirsten Kling, in deren Haus die digitale Ausbildungsmesse federführend organisiert worden war, zeigte sich nach der Messe zufrieden: „Die digitale Ausbildungsmesse war pandemiebedingt ein Versuch, und wir sind total überrascht, wie gut es geklappt hat.“ Natürlich habe es „die vorhersehbaren Schwierigkeiten mit der Technik“ gegeben. In einzelnen Schulen sei das WLAN nicht ausreichend gewesen, wegen akuter Corona-Fälle durften einzelne Klassen nicht an die organisierten externen Orte und auch Unternehmen kamen vereinzelt nicht in ihre eigene Präsentation.

Ihr Fazit ist dennoch durchweg positiv: „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie viele tolle Vorträge und Gespräche gelaufen sind. Als Veranstaltergemeinschaft möchten wir Danke sagen an alle Unternehmen und Schulen, die sich mit uns auf diesen Weg gemacht haben. Es hat sich gelohnt.”

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