Verkehrsausschuss

Baarstraße jetzt erst Thema im Februar 2020

Als erste Maßnahme auf der Baarstraße zwischen Tannenweg und Theodor-Fleitmann-Straße sollen die fehlenden Markierungen an den Seitenstreifen kurzfristig erneuert werden.

Als erste Maßnahme auf der Baarstraße zwischen Tannenweg und Theodor-Fleitmann-Straße sollen die fehlenden Markierungen an den Seitenstreifen kurzfristig erneuert werden.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Die Verwaltung sieht nach SPD-Antrag „umfassenderen Planungsauftrag“, die Linken-Vertreter widerspricht vehement

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Die seitlichen Markierungsstreifen auf der Baarstraße im Bereich zwischen Tannenweg und Theodor-Fleitmann-Straße, die größtenteils nicht mehr vorhanden sind, werden umgehend erneuert. Die weiteren Markierungen sollen erst nach der Sanierung der Fahrbahn-Oberfläche durch den Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer im kommenden Jahr neu aufgetragen werden. Außerdem wird die Beleuchtung auf dem Fußweg- und Radweg verbessert. Und bis Februar 2020 wird die Verwaltung ein Gesamtkonzept für die Baarstraße erarbeiten. Das wurde im Verkehrsausschuss bekannt bzw. beschlossen.

Die Politik, allen voran Manuel Huff (Linke) und Reinhold Sindermann (CDU), zeigten sich indes verärgert bzw. verwundert darüber, dass die Verwaltung nicht den Beschluss des Ausschusses vom 11. September umgesetzt hat, wonach die Kosten für ein Verkehrsgutachten für die Baarstraße in dieser Sitzung vorgestellt werden sollten. Außerdem sollte die Verwaltung dann eigentlich aufzeigen, was sie selbst dafür leisten könne und ob es möglich wäre, die entstehenden Kosten für das Gutachten eben durch Eigenleistung zu reduzieren.

Die Erklärung von Stadtbaurat Thorsten Grote, dass die Verkehrsplanung das zusammen mit dem „deutlich umfassenderen Planungsauftrag“ der SPD-Fraktion für ein „Gesamtkonzept Baarstraße“ vom 16. Oktober erst für eine der nächsten Sitzungen bearbeiten möchte, ließ Huff nicht gelten.

Denn auch wenn sich der ursprüngliche Antrag seiner Fraktion vom 16. April diesen Jahres erst einmal nur auf eine „durchgängige Busspur auf der Baarstraße“ bezog, so sei doch schon in der Vorlage für den September-Ausschuss von der Verwaltung selber klar gemacht worden, dass aufgrund der Einmündungen und Kreuzungen und der komplexen Fragestellungen ein umfassenderes Gutachten nötig sei, aus dem dann auch noch weitergehende Schlüsse gezogen werden können: „Liest die Verwaltung denn ihre eigenen Vorlagen nicht?“, fragte Huff, verwies zudem auf die Diskussion im September und bescheinigte den SPD-Kollegen, in ihrem Antrag doch nur noch einmal das Ergebnis der dortigen Diskussion zusammengefasst zu haben. Mit Verweis auf den bereits bestehenden Beschluss enthielt sich Huff auch bei der einstimmigen Entscheidung, dass die Verwaltung bis Februar ein Gesamtkonzept erarbeiten soll.

Zum gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und Linken, auf der Baarstraße unterhalb des Hembergs nach „vielen gefährlichen Situationen und Zwischenfällen“ und dem tragischen Verkehrsunfall, bei dem Eva Schütte Ende September ihr Leben verlor, unter anderem die 1981 abgebaute Beleuchtung wieder einzurichten, konnte Goran Micic, Bereichsleiter Infrastruktur bei der Stadt, mitteilen, dass das rund 100.000 Euro kosten würde. Und die müssten in diesem Fall, so sei nach den Gesprächen mit StraßenNRW klar, von der Stadt getragen werden, auch wenn die Baarstraße in die Zuständigkeit des Landesbetriebs falle. Nachdem die Stadt bereits den Kreisel an der Einmündung zum Indus­triegebiet Sümmern-Rombrock finanziert habe, der eigentlich auch von StraßenNRW hätte bezahlt werden müssen, dann aber eben erst sehr viel später fertig geworden wäre, warnte Stadtbaurat Thorsten Grote eindringlich davor, noch weitere Kosten für das Land zu übernehmen.

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