Freizeit

Bald öffnet die Kinderstadt wieder ihre Pforten

In den Aktionsräumen des Kinder- und Jugendbüros an der Brüderstraße stimmte sich ein Großteil der Mitarbeiter auf das Kinderstadt-Projekt ein.

In den Aktionsräumen des Kinder- und Jugendbüros an der Brüderstraße stimmte sich ein Großteil der Mitarbeiter auf das Kinderstadt-Projekt ein.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  6- bis 13-Jährige können sich noch für das Planspiel in den Sommerferien im Lägertal anmelden.

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In 32 Tagen ist es endlich wieder so weit: Dann öffnet zum sechsten Mal die Kinderstadt ihre Pforten. „Iser-Kid-City“ wird diesmal, wie schon 2012 und 2015, im Lägertal entstehen.

In die Idylle hinter der dortigen Freizeitanlage, direkt am Waldrand und umgeben auch sonst von viel Natur, wäre das Team gerne schon vor zwei Jahren erneut gegangen. Damals sollte jedoch der Baarbach in dem Bereich offengelegt und renaturiert werden, was letztlich aus verschiedenen Gründen jedoch bis heute noch nicht geschehen ist (wir berichteten). Jetzt muss mit den Bauarbeiten auf jeden Fall noch bis zum 5. August gewartet werden. Denn in den ersten drei Wochen der Sommerferien, vom 15. Juli bis zum 2. August, haben Kinder von sechs Jahren (wenn sie jetzt ins zweite Schuljahr kommen) bis 13 Jahren dort wieder das Sagen, da der Fritz-Kühn-Platz (2013 und ‘17 Veranstaltungsort der Kinderstadt) aufgrund der „Sommernächte“ nicht zur Verfügung steht. „Wir finden es aber auch sehr schön im Lägertal und fühlen uns dort sehr wohl“, unterstreicht Petra Lamberts.

Übungsfeld für Gerechtigkeitund demokratisches Handeln

Die Leiterin des Kinder- und Jugendbüros ist derzeit zusammen mit ihrem Team – Katharina Ramb, Tanja Janke, Katja Rautenstrauch, Kirstine Adebahr und Johannes Büschleb – mit den Vorbereitungen beschäftigt. Nach einem ersten Treffen in den Aktionsräumen des Kinder- und Jugendbüros an der Brüderstraße, bei dem sich ein Großteil der rund 50 Helfer, darunter wieder Mitglieder des Kinder- und Jugendrates, auf das Projekt einstimmen konnte, lernen sich die langjährigen und neu hinzugekommenen Mitarbeitenden derzeit in Gruppen näher kennen und erfahren Weiteres über den Ablauf. „Die Idee der Kinderstadt knüpft an die Überlegung an, dass Kindern die Partizipation an Politik & Co. häufig verwehrt bleibt“, erklärt Petra Lamberts. In „Iser-Kid-City“, wie die Stadt vom Beginn 2011 in den ehemaligen Räumen der Hauptschule Brüderstraße an heißt, würden die Kinder „im Spiel, aber in ernst gemeinten Rollen und Funktionen die unterschiedlichen Bereiche einer Stadt in ihrem Zusammenwirken durch eigenes Erleben und direktes Betroffensein kennen lernen“. Das Partizipationsprojekt sei „ein Übungsfeld für Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Beteiligung, Respekt und Verantwortungsbewusstsein“, die 6- bis 13-Jährigen würden zu demokratischem und politischem Handeln angeregt.

So wird beispielsweise auch wieder für jede der drei jeweils abgeschlossenen Spielwochen (wobei auch eine Anmeldung für zwei oder auch drei Wochen möglich ist, siehe Info-Kasten) ein Bürgermeister bzw. eine Bürgermeisterin gewählt. Der (oder die) leitet dann die tägliche Bürgerversammlung und lässt über wichtige Themen und Entscheidungen abstimmen. Den kleinen Bürgern wird in der Kinderstadt eine Vielzahl von Möglichkeiten geboten, „Iserlohnis“, wie die offizielle Währung heißt, zu verdienen – und wieder auszugeben. Neben den verschiedenen Produktionsbereichen wird es auch wieder den von der Heimatzeitung unterstützten „Iser-Kid-City-Anzeiger“ und einen Radiosender vom Förderverein Lokalfunk geben. Neu ist in diesem Jahr unter anderem ein „Forscherbüro“, bei dem die Kinder im Rahmen von „Iserlohn 2040“ für das Thema Stadtentwicklung sensibilisiert werden sollen und etwas zum Thema Kinderrechte erarbeiten.

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