Sondersitzung beantragt

Bauverwaltung steht in der Kritik

Belasteter Müll im Untergrund verzögert die Sanierung der Tribüne im Iserlohner Hemberg-Stadion.

Foto: Torsten Lehmann

Belasteter Müll im Untergrund verzögert die Sanierung der Tribüne im Iserlohner Hemberg-Stadion. Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.   Neben weiteren Verzögerungen bei der Planung des Feuerwehrgerätehauses Oerstrich moniert die CDU den Ablauf an der Baustelle Hemberg-Tribüne.

Der geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Oestrich und der Tribünenumbau im Hemberg-Stadion bieten derzeit Zündstoff in der politischen Diskussion. Die CDU im Stadtrat hat deshalb eine Sondersitzung beim Kommunalen Immobilien-Management (KIM) gefordert: Der Betriebsausschuss soll Anfang Juli tagen, um Aufklärung in die „zwei drängenden Themen“ zu bringen, betont CDU-Fraktionschef Fabian Tigges.

Der für Sommer 2017 geplante Auftakt für den Neubau des Feuerwehrhauses in Oestrich verschiebt sich voraussichtlich auf Anfang 2018. Dies hatte zuletzt eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Michael Scheffler im Rat der Stadt ans Tageslicht gebracht (wir berichteten). Nicht nur die Sozialdemokraten um Fraktionschef Dimitrios Axourgos reagierten verwundert und erzürnt. Denn von einer Verzögerung wusste bis dahin selbst Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens nach eigenem Bekunden nichts.

Hintergrund der Verschiebung für den Baubeginn in Oestrich ist laut KIM eine umfangreichere Vorarbeit bei der Planung. Zugleich laufen laut KIM etliche andere Großprojekte parallel – etwa die Planungen für die Gesamtschule Seilersee. KIM-Betriebsleiterin Claudia Zawada erntete teils heftige Kritik bei der Debatte im Rat.

Kritik an derVerwaltungsspitze

„Für die CDU gibt es in diesem Zusammenhang ein Kommunikationsproblem – innerhalb der Verwaltung und gegenüber dem Rat“, sagt Tigges. „Es kann auch nicht sein, dass der Bürgermeister und der für das Ressort zuständige Stadtbaurat Mike-Sebastian Janke sich wegducken und allein ihre Mitarbeiterin vorschieben“, betont Tigges: Bei repräsentativen Spatenstichen trete die Verwaltungsspitze geschlossen auf, aber bei Problemen „müssen die Mitarbeiter den Kopf hinhalten“, wettert Tigges: „Wir haben hier gerade das Gefühl, dass die Verwaltung die Verantwortung einzig auf die Politik abschieben möchte.“

Ähnliches gelte für die Sanierung der Tribüne im Hemberg-Stadion. Dort sorgt belasteter Müll im Untergrund nicht nur für Verzögerungen, sondern auch für höhere Sanierungskosten. Die Zeit drängt, denn die Fußballer des FC Iserlohn müssen sich auf die neue Saison vorbereiten.

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