Theater

Berufsschüler bringen Woody-Allen-Stück auf die Bühne

Noch sitzt der Text noch nicht richtig. Am 15. März soll das Stück auf die Bühne.

Noch sitzt der Text noch nicht richtig. Am 15. März soll das Stück auf die Bühne.

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Iserlohn.   Die Proben zum Stück „Vorsicht Trinkwasser“ laufen im Forum des Berufskollegs an der Hansaallee.

In die verschrobenen Rollen des Woody-Allen-Stücks „Vorsicht Trinkwasser“ müssen sich die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums einfühlen. Gar nicht so eine leichte Aufgabe, wenn sie gerade in den Abiturvorbereitungen stecken. Bis zum Donnerstag, 15. März, haben sie noch Zeit dafür. Denn dann kommt das Stück auf die Bühne im Forum des Berufskollegs an der Hansaallee.

„Das muss noch pointierter rüberkommen“, ruft Literaturlehrer und Regisseur Ralf Schlüter in Richtung der Bühne. Schließlich muss alles auf die richtige Weise betont werden, damit der Humor des Stücks getroffen wird. Fabian Bierek spielt die Woody-Allen-Rolle, den jungen Botschaftersohn Axel Magee. „Meine Rolle ist ganz chaotisch, dabei bin ich ein sehr organisierter Mensch“, sagt der 19-Jährige. Damit das klappt, verlässt er sich auf die Anweisungen seines Regisseurs.

Das Stück erzählt eine Geschichte über Originale, die auf engem Raum zusammengepfercht sind. Eine Botschaft in einem nichtdefinierten osteuropäischen Land ist der Ort des Geschehens. Der kalte Krieg hat die Fronten zwischen Ost und West verhärtet. Hinter dem Eisernen Vorhang geht es nicht vor und nicht zurück. Familie Hollander, eigentlich Touristen, sind zwischen eben diese Fronten geraten und stecken in der Botschaft fest – wie einige andere ganz merkwürdige Gestalten.

Hauptfigur flirtet mit Tochter der Familie

Dazu kommt noch, dass die Familienmitglieder selbst nicht so pflegeleicht sind. „Der Vater ist so ein HB-Männchen und ziemlich cholerisch“, sagt Ralf Schlüter. Die Mutter ist kleinlich und beschwert sich über das Essen. Und dass sich Hauptfigur Axel Magee ausgerechnet in die Tochter verliebt, ist bei einem Woody-Allen-Stück fast schon klar.

Deswegen sagt Regisseur Ralf Schlüter auch: „Das Stück lebt von seinen gut geschriebenen Männerrollen.“ Da der Großteil des Literaturkurses aus Schülerinnen besteht, ist das allerdings ein Problem. Aber auch hier hatte Ralf Schlüter eine Lösung: „Es werden eben Männerrollen in Frauenrollen umgeschrieben“, erklärt er.

So ist der Priester Dropney in der Interpretation des Literaturkurses nun eine Frau und somit Ordensschwester Dropney. Für Schülerin Franziska Schmitz eine gute Gelegenheit. Sie schlüpft in die Rolle der Gottesdienerin. „Die ist ganz schön extrovertiert. Ein bisschen so wie ich“, sagt sie. Auch sonst wirkt die Art der Rolle auf die 19-Jährige sympathisch. „Sie ist so aufgeregt, dass endlich mal ein paar andere Leute in der Botschaft sind.“ Im Stück führt die Ordensschwester Zaubertricks auf, die nie funktionieren. Auch eine ständig beleidigte Köchin und die Geheimpolizei tragen zum verrückten Personencocktail bei.

Zu sehen ist das Stück am Donnerstag, 15. März, und Donnerstag, 22. März, jeweils um 19 Uhr. Spielort ist das Forum des Berufskollegs des Märkischen Kreises an der Hansaallee 19. Der Eintritt kostet drei Euro, Einlass ist ab 18 Uhr.

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