Kinder und Jugendliche

Bienen haben in Iserlohn viele Freunde

Im Rahmen der Osterferienspiele beschäftigen sich die Kinder mit dem Bau von Bienenhotels.

Foto: Jennifer Katz

Im Rahmen der Osterferienspiele beschäftigen sich die Kinder mit dem Bau von Bienenhotels. Foto: Jennifer Katz

Iserlohn.   Die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates und Teilnehmer der Ferienspiele stellen Hotels und Beete für die Tiere her, um sie zu schützen.

In Sachen Bienen kann den Mädchen und Jungen aus Iserlohn so schnell keiner etwas vormachen. Der Kinder- und Jugendrat hat bekanntlich eine Gruppe, die sich ganz intensiv mit den Tieren beschäftigt. Und gestern sind neun Ferienkinder auch tiefer in das Thema eingestiegen.

Es ist kurz nach 10 Uhr, als bereits Gehämmer durch die halbe Brüderstraße ertönt. Die Geräusche kommen aus den Aktionsräumen des städtischen Kinder- und Jugendbüros, wo sich Mitarbeiterin Katja Rautenstrauch mit ihren sechs- bis neunjährigen Schützlingen im ersten Werkstatt-Raum neben dem Eingangsbereich ausgebreitet hat. Die Mädchen und Jungen haben Teams gebildet: Einer hält Holzbretter fest, der andere versucht, die Nägel hineinzuschlagen. Alle sind konzentriert, keiner schaut nach oben oder lässt sich ablenken. „Wir bauen Bienenhäuser“, sagt eines der Mädchen. Für diese Variante der Insektenhotels bauen die Kinder zunächst den Rahmen, bevor das Innendesign folgen kann. „Äste, Zapfen, Stroh“, antworten sie auf die Frage, was alles hineingehört.

Kleinere Blessurengehören dazu

Und auch den Grund für die Ferienaktion unter dem Motto „Bienen suchen Freunde“ kann ein Mädchen klar benennen: „Weil wir sonst nichts mehr zum Essen haben.“ Sie und ihre Mitstreiter arbeiten fleißig an den Behausungen, stellen auch noch Stecker mit Bienen und Blüten für den Garten her. Das geht nicht ohne Blessuren vonstatten, so mancher kleiner Finger ist mit Splittern gespickt.

Am Nachmittag dann treffen sich größere und kleinere Bienenfreunde am Rathaus. Dort haben die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates bereits viel Zeit ihrer Osterferien investiert, um die Terrasse an der Caféteria auf Vordermann zu bringen. „Wir haben den riesigen Erdhaufen abgetragen“, erzählen die Jugendlichen, die dem Berg allerdings nicht komplett Herr werden konnten. Der zwölfjährige Leander war auch dabei. Er interessiert sich, wie sein älterer Bruder schon länger für Bienen, weshalb das Projekt des Kinder- und Jugendrates, dem er seit einem Jahr angehört, natürlich genau passte. „Ich verabrede mich gerne draußen, Bienen sind meine Lieblingstiere“, sagt er. Außerdem haben Leander und seine Mitstreiter die gemauerten Pflanzkästen „gerodet“, mit Erde aufgefüllt und zum Teil mit ersten Samen eingesät. Und auch für die Kinderstadt, die in den Sommerferien auf dem Fritz-Kühn-Platz entsteht, wurden schon erste Vorbereitungen begonnen: Kleine Beete in Form von Transportkisten aus Plastik wurden mit Erde und Samen gefüllt. Noch ist nichts zu sehen, aber bald werden Ringelblumen, Katzenminze und andere Pflanzen sprießen.

Einladung zur Demoim Juni in der Innenstadt

Die Stecker, die von den Jüngeren am Vormittag liebevoll bemalt wurden, finden einen Platz in den gemauerten Kästen. Mit den Ferienkindern sähen die Mitglieder des Kinder- und Jugendrates weitere Bereiche ein. Und alle zusammen laden schon jetzt zur großen Bienen-Demo ein, die sich am 10. Juni um 11 Uhr vom Rathausvorplatz aus in Bewegung setzen wird.

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