Zweite Gesamtschule in Hennen

Bildungsbündniswill Beschlüsse

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Iserlohn.  SPD, Grüne, FDP und Die Linke werden in die Ratssitzung, die am Dienstag um 17 Uhr im Ratssaal beginnt, mit mehreren Beschlussvorschlägen als Tischvorlage gehen, so kündigten die Parteien in einer Pressemitteilung an. Darin heißt es: „Von uns wird zurecht erwartet, dass wir nunmehr versuchen, den Knoten durchzuschlagen und das weitere Vorgehen zu strukturieren. Wir werden daher durch Beschlussfassung sicherstellen, dass dieses viel diskutierte Thema nun nicht von weiteren politischen Grabenkämpfen geprägt sein wird, welche Niemanden helfen. Wir wollen die endgültige Entscheidung auf den Souverän in dieser Frage übertragen: Die Eltern.

Wir werden daher beantragen, dass die Eltern durch ihre verbindliche Anmeldung darüber entscheiden, welcher Bedarf an weiterführenden Schulen besteht. Sollte sich das Erfordernis einer zweiten Gesamtschule in Hennen ergeben - wie vom Bildungsbündnis favorisiert -, wird diese Schule ohne größere Baumaßnahmen in 2013 an den Start gehen. Das jetzige Gebäude der HS Hennen reicht für die ersten Jahrgänge aus, insbesondere weil eine Sporthalle und sogar ein Schwimmbad vorgehalten werden. Räume für eine Mensa sind auch vorhanden und können entsprechend umgenutzt werden. Das Essen kann - wie in den meisten Schulen praktiziert - über Catering angeliefert werden.

Sollte sich in den nächsten Jahren der weitere Bedarf an zusätzlichen Räumen durch eine wachsende Schule ergeben, wird die Schule dann kontinuierlich von Jahr zu Jahr umgebaut werden können. Hierbei wird jedes Jahr kritisch zu hinterfragen sein, welche Räume tatsächlich notwendig sind und wie notwendige Baumaßnahmen möglichst kostengünstig realisiert werden können. Hierbei sollen auch Fördertöpfe für Inklusion und alternative Finanzierungsformen überprüft werden. So gewährleisten wir eine flexible, haushälterisch verantwortbare und dem Elternwillen verpflichtete Schulentwicklungsplanung mit dem Ziel der Verbesserung der Abiturquote und einem flächendeckenden Angebot an weiterführenden Schulen im Stadtgebiet.“

Derweil gehen auch CDU und Freie Wähler mit einem gemeinsamen Antrag mit folgendem Beschlussvorschlag in die Ratssitzung: „Die Stadt Iserlohn überprüft in enger Kooperation mit den Schulleitungen der in Frage kommenden weiterführenden Schulen und der Stadtschulpflegschaft die flächendeckende Einrichtung von Sekundarschulen im Stadtgebiet.“ In der Begründung heißt es: „Auf Grundlage der Ergebnisse des Gesprächs mit den Schulleitern sehen die Fraktionen in der flächendeckenden Einrichtung von Sekundarschulen die optimale Lösung für eine an den langfristigen Erforderlichkeiten ausgerichtete Schullandschaft in Iserlohn. Insbesondere durch kleinere Klassen und einer engen Zusammenarbeit mit den Schulformen, die das Ablegen des Abiturs ermöglichen, finden die Schüler bessere Bedingungen vor, um alle Schulabschlüsse zu erlangen. Nicht zuletzt durch die demographische Entwicklung und dem damit verbundenen Rückgang der Schülerzahlen ist die Stadt Iserlohn als Schulträger angehalten, neue Wege bei der Schulentwicklungsplanung zu gehen. Der auf Landesebene ausgehandelte Schulkompromiss zwischen CDU, SPD und Grünen eröffnet diese Möglichkeit und bietet allen Schülern die gleichen Chancen bis zum Abitur. Für CDU und Freie Wähler ist es nicht zu verantworten, bis zu 30 Mill. Euro in neue Schulgebäude zu investieren, wenn vorhandene Gebäude absehbar leer stehen werden und sich durch die Errichtung von Sekundarschulen auch künftig Nutzungsmöglichkeiten ergeben.

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