Schützenfeste

„Bis Mai halten wir am Plan fest“

Nette Leute, beste Stimmung. Kann und wird es in diesem Jahr am IBSV-Schützenfest-Freitag auch so auf Alexanderhöhe aussehen, oder muss der Platz vor dem Theater aus Gründen der noch nicht überstandenen Corona-Krise doch eher menschenleer bleiben müssen?

Nette Leute, beste Stimmung. Kann und wird es in diesem Jahr am IBSV-Schützenfest-Freitag auch so auf Alexanderhöhe aussehen, oder muss der Platz vor dem Theater aus Gründen der noch nicht überstandenen Corona-Krise doch eher menschenleer bleiben müssen?

Foto: Michael May

Iserlohn.  IBSV-Oberst Barabo: „Schützenfest von Sicherheit und Gesundheit der Gäste abhängig.“

Wird auch das IBSV-Schützenfest 2020 im Juli noch ein Opfer der Corona-Pandemie? Dass diese Frage aufgrund der gewaltigen Dimensionen des Festes und seiner Vorbereitung in diesen Tagen auch den Oberst des IBSV Wolfgang Barabo nahezu rund um die Uhr gedanklich beschäftigt, dürfte klar sein. Zunächst, so seine ersten Worte, gelte allerdings erst einmal die unbedingte Grundregel: „Die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung auch für die Durchführung des Schützenfestes sind das oberste Gebot!“

Allerdings wollen er und sein Team sich zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht völlig und bereits abschließend geschlagen geben. „Wir halten unsere Planungen bis zum letzten Hoffnungsschimmer aufrecht.“ Wolfgang Barabo gibt sich also kämpferisch, als die Heimatzeitung fragt, ob schon über die Zukunft des großen Bürgerschützenfestes 2020 entschieden worden ist, weil ja der Corona-Geier vermutlich auch über der Alexanderhöhe kreist. Er verweist darauf, dass die wichtigsten Verträge für das anstehende Fest bereits seit Monaten abgeschlossen seien. „Wir haben schon seit August letzten Jahres sogar die Hotels für die Musikkapellen gebucht.“ Allerdings sei man zwischenzeitlich auch natürlich zu der Erkenntnis gekommen, dass es derzeit nicht sinnvoll sei, weitere, neue Verträge abzuschließen. Aber auch bei den bereits bestehenden Kontrakten sei es ja im Moment sogar unkalkulierbar, „ob die Kapellen, zum Beispiel aus England oder Russland, überhaupt nach Deutschland kommen wollen oder dürfen.“

Die nächste Deadline, die in den Überlegungen des IBSV-Oberst eine Rolle spielt, liegt irgendwo Anfang Mai. „Bis dahin ändert sich an unseren Planungen erst einmal gar nichts.“ Würde sich dann der Ausfall immer noch abzeichnen, müsse man reagieren, um mögliche Schäden zu begrenzen. Sollte doch eine Durchführung des Festes möglich sein, hoffe er natürlich auch auf ein zügiges Genehmigungsverfahren, da ja die wesentlichen Punkte gegenüber dem Vorjahr ohnehin unverändert bleiben würden.

Wirtschaftliche Überlegungen, das betont der IBSV-Chef, spielten in der derzeitigen Situation eine eher untergeordnete eine Rolle. „Aufgrund der hohen Kosten verdienen wir als Verein ohnehin nicht viel an dem Fest. Es geht uns vielmehr darum, dass die Iserlohner, wenn sie wieder gemeinsam feiern dürften, das auch auf der Alexanderhöhe tun können. Wir möchten ermöglichen, dass die Menschen die Gesellschaft anderer wieder genießen, und fröhlich sind.“

Am Ende gelingt es dann, dem Oberst trotz aller verständlicher Anspannung und Sorgen um Mitbürger und Fest ein Lächeln abzugewinnen. Auf die natürlich nicht ernst gemeinte Frage, ob er sich den Königsschuss auch unter Quarantänebedingungen und entsprechendem Sicherheitsabständen der Aspiranten vorstellen kann, lacht er auf: „Gedacht habe ich noch nicht daran, aber es wäre ja eine Idee….“

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