Polizisten angegriffen

Nackter (20) randaliert in Iserlohn und wird eingewiesen

Beamte griffen zum Pfefferspray, als der tobende 20-jährige Iserlohner zum Wurf ausholte – mit einem Drucker. Zuvor waren Bildschirme durch die Klinik geflogen.

Beamte griffen zum Pfefferspray, als der tobende 20-jährige Iserlohner zum Wurf ausholte – mit einem Drucker. Zuvor waren Bildschirme durch die Klinik geflogen.

Foto: Archiv / IKZ

Iserlohn.  Ein offenbar verwirrter 20-jähriger Iserlohner hat am Freitag Polizei und Ärzte im St.-Elisabeth-Hospital in Atem gehalten.

Ein nackter Mann hat im St.-Elisabeth-Hospital für Aufregung gesorgt: Am Freitagmittag um 13.30 Uhr randalierte der 20-jährige Iserlohner nach Polizeiangaben in der Ambulanz, nachdem er wegen starker Kopfschmerzen eingeliefert worden war. Er verlangte demnach, in die Hans-Prinzhorn-Klinik verbracht zu werden und zerschlug unvermittelt eine Glasscheibe, wobei er sich selbst Verletzungen zufügte. Dabei beschimpfte er Krankenhausmitarbeiter und die herbeigerufenen Polizeikräfte, gegen deren Zugriff er sich zur Wehr setzte – nachdem er zuvor unter anderem PC-Bildschirme durch den Raum geschleudert hatte, wollte er einen Drucker auf einen Beamten werfen.

Am Abend folgte die Zwangseinweisung

Erst durch den Einsatz von Pfefferspray konnte er überwältigt und von einem Arzt sediert werden. Der 20-Jährige wurde daraufhin auf die Intensivstation verlegt und auf weitere Verletzungen hin untersucht. Am Abend erfüllte sich der Wunsch des offenbar verwirrten Iserlohners: Als er erneut aggressiv reagierte, erwirkte der diensthabende Arzt in Absprache mit Polizei und Ordnungsamt eine Zwangseinweisung in die Hans-Prinzhorn-Klinik.

Dem Vernehmen war der Mann am 5. Mai schon einmal im St.-Elisabeth-Hospital stiften gegangen und hatte auch damals am Dördel Polizei- und Rettungskräfte auf den Plan gerufen. Wie berichtet, war er vom Rettungsdienst eingeliefert worden, nachdem er zuvor im Adams-Kostüm an der Lüdenscheider Straße an Autotüren gezerrt hatte, darauf in Polizeigewahrsam genommen worden war und auf der Polizeiwache das Bewusstsein verloren hatte. Aus dem ersten Stock des St.-Elisabeth-Hospital entwich er damals, überwand einen zwei Meter hohen Zaun und flitzte über ein privates Gartengrundstück am Schnadeweg in Richtung Märkische Straße, konnte aber bald „eingefangen“ werden.

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