Heide-Hombruch

Bürger haben viel zu sagen

Im Familienzentrum „Die Kleinen vom Erbenberg

Im Familienzentrum „Die Kleinen vom Erbenberg

Foto: Michael May

Iserlohn.   Bei einer öffentlichen Sitzung der Iserlohner CDU-Fraktion drehte es sich in der Iserlohnerheide um Verkehrs- und Sauberkeitsprobleme.

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Verkehrs- und Sauberkeitsprobleme haben die öffentliche Fraktionssitzung der Iserlohner CDU auf Einladung der Initiative „Heide/Hombruch-aktuell“ bestimmt. Zunächst gab es einen gemeinsamen Spaziergang von Christdemokraten und Anwohnern, um einen Überblick über die aktuelle Situation zu erhalten, bevor es im städtischen Familienzentrum „Die Kleinen vom Erbenberg“ mit einer Gesprächsrunde mit Bürgern, moderiert von Heiner G. Hofmann, weiterging.

Fast ein Dutzend CDU-Fraktionsmitglieder waren gekommen, um sich die Sorgen und Anregungen der Bewohner anzuhören. So beschwerte sich beispielsweise Karl-Heinz Markiewicz, nach eigenen Angaben seit 34 Jahren am Erbenberg zu Hause, über den Verkehr vor seiner Haustür. „Vor allem im Berufsverkehr halten sich viele nicht an Tempo 30“, klagte Markiewicz. Eine Einbahnstraße aus dem Erbenberg, die vor allem genutzt werde, wenn Schapke und Baarstraße voll seien, hält er nicht für nötig. Einen häufigeren Einsatz des städtischen Radarwagens zu Stoßzeiten würde er dagegen begrüßen. Ein anderer Nachbar regte an, den Erbenberg zur Anliegerstraße zu machen. Michael Schmitt, stellvertretender Verkehrsausschuss-Vorsitzender, erteilte eine Absage: „Anliegerstraßen sind nicht mehr zu kontrollieren, das bringt nichts.“

Arbeitskreis Verkehr für den Stadtteil vorgeschlagen

Ein weiteres Ärgernis ist für die Anwohner die Tatsache, dass sie oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wenn sie vom Masteweg nach links auf die Baarstraße abbiegen wollen, weil die Sicht durch geparkte SUV deutlich eingeschränkt sei. Hofmann schlug vor, einen Arbeitskreis Verkehr für den Stadtteil zu gründen. Schmitt versprach, die Kritikpunkte für das Stadtteilentwicklungskonzept aufzunehmen.

Eine Anwohnerin ergänzte die Verkehrsprobleme noch um das Stichwort „Tunnel zur Schapke“, weil der aus ihrer Sicht eine große Gefahr für diejenigen, die vom Erbenberg auf die Schapke fahren wollen, berge. „Man sieht nichts, vor allem, wenn die Kurve geschnitten wird“, unterstrich sie. Markiewicz kritisierte außerdem, dass auf privaten und städtischen Grundstücken häufig Müll lande, der achtlos aus Autofenstern geworfen werde. „Das sieht hier manchmal aus wie ein asoziales Viertel“, hieß es. Thorsten Schick, stellvertretender Bürgermeister und Landtagsmitglied, erinnerte: „Wir müssen als Gesellschaft aufmerksam sein, das ist zum Teil auch eine Frage der Kinderstube.“ Wobei er auch versprach, sich mit dem Stadtbetrieb in Verbindung zu setzen, um eine häufigere Reinigungsfrequenz zu erreichen.

Die mangelnde Beleuchtung rund um das Pfadfinderheim wurde genauso kritisiert wie fehlende Parkplätze an der Bremsheide. Angela Plötz, CDU-Fraktionsmitglied und selbst Anwohnerin, wünscht sich für den Bereich Heide und Hombruch „einen Platz mit Aufenthaltsqualität“.

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