Grabschändung in Iserlohn

Bürgermeister spricht von einem Angriff auf ganz Iserlohn

Bürgermeister Michael Joithe traf von der Schändung muslimischer Gräber betroffene Angehörige zu einem Gespräch im Ratssaal.

Bürgermeister Michael Joithe traf von der Schändung muslimischer Gräber betroffene Angehörige zu einem Gespräch im Ratssaal.

Foto: Privat / IKZ

Iserlohn.  Bürgermeister Joithe hat von der Schändung muslimischer Gräber betroffene Angehörige zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen.

Nach den Ereignissen in der Silvesternacht, in der zahlreiche muslimische Gräber auf dem Iserlohner Hauptfriedhof beschädigt worden sind, hat es nun ein persönliches Gespräch zwischen Bürgermeister Michael Joithe und den Angehörigen der betroffenen Gräber von Verstorbenen gegeben, wie die Stadt in einer Pressemitteilung mitteilt. Sie waren jetzt auf Einladung des Bürgermeisters ins Rathaus gekommen.

Zehn Angehörige hatten demnach die Einladung angenommen, um mit dem Bürgermeister noch einmal über die Folgen der Grabschändungen zu sprechen - sowohl über die entstandenen materiellen Schäden, als auch über ihre Emotionen und Ängste.

„Ich bleibe dabei: Sie sind Iserlohner und gehören zu dieser Stadt. Die Stadt steht hinter Ihnen“, betonte Michael Joithe laut Mitteilung noch einmal den Familien gegenüber. „Es ist eine widerwärtige Tat, die Totenruhe wurde gestört und das darf sich nicht wiederholen. Das war ein Angriff auf die ganze Stadt.“ Die Familien hätten sich durch die Einladung ins Rathaus wertgeschätzt und ernst genommen gefühlt, heißt es weiter.

„Gemeinsam sind wir stark und lassen uns nicht unterkriegen“, sei die einstimmige Meinung aller. Sie hofften nun, heißt es, dass der am 27. Januar in der Sondersitzung des Integrationsrates beschlossene und geplante runde Tisch, an dem Vertreter der Betroffenen, des Integrationsrates, der Religionen und der Verwaltung teilnehmen sollen, zu einem Ergebnis kommen wird, wie die Sicherheit auf dem Friedhof erhöht und gewährleistet werden könne. Die Ergebnisse des runden Tisches sollen dann in die weitere politische Diskussion und das Friedhofsentwicklungskonzept der Stadt Iserlohn einfließen.

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