Kunst

Bürgermeister wünscht sich eine Fortsetzung der Kunstmessen

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und „Art To Take“-Besuchern  gefiel das Objekt „Save The Earth“ („Rettet die Erde“) des Künstlerpaares Frauke und Dietmar Nowodworski, das bald einen Platz im Stadtmuseum erhält. . 

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und „Art To Take“-Besuchern gefiel das Objekt „Save The Earth“ („Rettet die Erde“) des Künstlerpaares Frauke und Dietmar Nowodworski, das bald einen Platz im Stadtmuseum erhält. . 

Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.   Dr. Peter Paul Ahrens betont: „Art To Take hat festen Platz im kulturellen Leben der Stadt“.

„Art To Take ist ein besonders originelles Veranstaltungsformat“, erklärte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens am Freitag bei der Eröffnung der gleichnamigen dreitägigen Kunstmesse in Barendorf. Dort zeigten bis zum Sonntag neben Angelika Schäfer und Franz-Josef Gärtner aus Iserlohn das Künstlerpaar Frauke und Dietmar Nowodworski aus Unna und H.D. Gölzenleuchter aus Bochum vielfältige Spielarten der zeitgenössischen Kunst.

Bürgermeister Dr. Ahrens gab einen kurzen Rückblick: In 22 Ausstellungen haben 40 Teilnehmer ihre Kunstwerke im Museumsdorf präsentiert. Seit 2003 hat „Art to Take“ einen festen Platz im kulturellen Leben der Stadt bekommen. Das bekräftigte der Vorsitzende des Kulturausschusses Jörg Teckhaus mit zustimmendem Nicken.

Dr. Ahrens sagte mit Blick auf den im kommenden Jahr ausscheidenden Museumsleiter Gerd Schäfer: „Iserlohn verliert einen großen Museumsleiter. Das Ehepaar Schäfer wird sich aber kreativ-dynamisch zumindest im nächsten Jahr noch einbringen“, kündigte er eine Fortsetzung der beliebten Kunstreihe mit Unterstützung von Gerd und Angelika Schäfer für das kommende Jahr an. „Wenn es nach mir ginge, wird es auch in den Folgejahren Art To Take geben. Darüber wird aber an anderer Stelle zu reden sein“, sagte Dr. Ahrens.

Prof. Katharina Mayer ging auf die vier künstlerischen Positionen der teilnehmenden Künstler ein: „Ob es sich um das Material Nadel, Papier oder auch Schrift handelt, in den Arbeiten von Angelika Schäfer werden Strukturen erzeugt, bewegte Felder, Licht und Schatten, Effekte, die die alltäglichen Gegenstände verfremden und auch zum persönlichen Fetischobjekt machen“, erklärte die Professorin der BTK-Hochschule für Gestaltung in Iserlohn. Sie verwies auf die deutlich erkennbaren Bezüge der Iserlohner Künstlerin zur Textilkunst. Bei einer Führung mit Studierenden durch das Nadelmuseum war sie erstmals auf eine kleine Nadelarbeit von Angelika Schäfer gestoßen, deren Eigenwilligkeit und besondere Aura sie hervorhob.

„Des Gärtners Geheimnis“, beschrieb sie die abstrakten Bilder des Iserlohner Malers Franz-Josef Gärtner als „Suche seiner Bild-Protagonisten nach Dialog, Zeit, Lust, Stille, Balance, Ferne, Neugierde, Sprache, Erinnerung und Annäherung“.

Mit Winkelschleifer Skizzen in Holztüren geritzt

In H. D. Gölzenleuchters Holzschnitten erkannte die Kunstprofessorin eine Seelenverwandtschaft zu Hap Grieshaber im Geist und in der Arbeit. Für seine Serie von Frauenakten hat Gölzenleuchter ausrangierte Türen zeichnerisch und skizzenartig mit dem Winkelschleifer bearbeitet und als Druckstöcke eingesetzt. Sie gratulierte zum Landesverdienstorden und einem Leben mit der Kunst, was ganz sicher im Namen der Humanität stehe.

Klein aber oho sind die humorvoll hintergründigen Materialcollagen des Künstlerpaares Nowodworksi, die Prof. Mayer zwischen Readymade, Spielzeug und kinetischem Objekten ansiedelte. „Zum Tragen kommen gesellschaftliche und kulturelle Fragen, die in manchmal ironisch bis absurder Weise die Zeit im Rundlauf der Dinge einkreisen“, beschrieb sie die Motive, die den Besuchern Lächeln in die Gesichter zauberten.

Das Mixed-Media-Objekt „Save The Earth“ („Rettet die Erde“) des Künstlerpaares bekommt einen Platz in der Sammlung des Stadtmuseums. Es passt zu Iserlohn, einer Wiege der Nadel- und Messingindustrie: Auf einem Messingtablett steht ein Mann neben einer Weltkugel und zeigt mit mahnender Geste auf den Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und steigendem Pegel der Weltmeere in einem Reagenzglas.

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