Karstadt-Zukunft

CDU fordert Sicherung des Iserlohner Einzelhandelsstandortes

Mitarbeiter und Kunden hoffen auf den Weiterbestand des Warenhauses Galeria Karstadt Kaufhof am Schillerplatz, bei dem jetzt die Maskenpflicht gilt.

Mitarbeiter und Kunden hoffen auf den Weiterbestand des Warenhauses Galeria Karstadt Kaufhof am Schillerplatz, bei dem jetzt die Maskenpflicht gilt.

Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Die Stadt Iserlohn soll Maßnahmen einleiten, um Galeria Karstadt Kaufhof für Iserlohn als Vollsortimenter und Publikumsmagneten zu erhalten.

„Kein Kommentar, wenden Sie sich an die Zentrale in Essen“, lautete am Wochenende immer wieder die Antwort aus der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Belegschaft auf Nachfrage zu den Meldungen, dass im Zusammenhang mit der Sanierung der Warenhaus AG 80 der 170 Filialen auf dem Prüfstand stehen sollen. Nur so viel war zu erfahren: Unter den Beschäftigten und in der Iserlohner Bevölkerung geht die Sorge um, dass in dem Kaufhaus am Schillerplatz bald die Lichter ausgehen. Wie berichtet, hatte der Warenhauskonzern der Stadt Iserlohn als Vermieter angekündigt, die Mietzahlungen bis voraussichtlich Juni ausfallen zu lassen.

„Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn verfolgt mit großer Sorge die wirtschaftliche Entwicklung der Galeria Karstadt Kaufhof“, schreibt Fraktionsvorsitzender Fabian Tigges in einem Brief an Iserlohns Ersten Beigeordneten Michael Wojtek, den auch seine beiden Stellvertreter Eva Kirchhoff und Michael Schmitt unterzeichneten. „Die Corona-Krise trifft die Warenhauskette empfindlich – das Unternehmen rechnet laut Medienberichten mit Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe. Offenbar sollen bis zu 80 Filialen geschlossen werden, tausende Stellen könnten wegfallen“, heißt es dazu in der CDU-Pressemitteilung.

Tigges unterstreicht: „Die CDU bittet die Verwaltung, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Galeria Karstadt Kaufhof für Iserlohn als Vollsortimenter und Publikumsmagneten zu erhalten. Nicht zuletzt geht es auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen am Einzelhandelsstandort Iserlohn. Um gegebenenfalls auf die Entwicklung reagieren zu können, bitten wir um eine kontinuierliche Information der politischen Gremien. Bitte sehen Sie entsprechende Tagesordnungspunkte für die Sitzungen des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung, des Aufsichtsrates der Schillerplatz GmbH und des Rates der Stadt Iserlohn vor.“

Das Iserlohner Warenhaus stand im Jahr 2009 schon einmal auf der Liste der zu schließenden Filialen. Bei einer Unterschriftenaktion bekundeten damals mehr als 20.000 Iserlohner ihre Solidarität mit der Karstadt-Filiale und der Belegschaft.

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