Treffen mit Bürgern

CDU Iserlohn gegen Windkraft in Ostsümmern

Hans Trompetter (v. li.), Falk Steidel, Thorsten Schwering, Karl-Heinz-Schröder, Hans-Henning Siepel und Michael Schmitt in Ostsümmern im Bereich der geplanten Windkraftanlagen (im Hintergrund).

Hans Trompetter (v. li.), Falk Steidel, Thorsten Schwering, Karl-Heinz-Schröder, Hans-Henning Siepel und Michael Schmitt in Ostsümmern im Bereich der geplanten Windkraftanlagen (im Hintergrund).

Foto: Stefan Drees

Sümmern/Menden.   Klares Votum bei einem Ortstermin mit den Vereinsvertretern. Der Iserlohner Planungsausschuss soll sich mit dem Thema befassen.

Ein Vorhaben auf Mendener Stadtgebiet sorgt seit Monaten auch in Sümmern für Aufsehen. Im Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Ostsümmern planen die Unternehmen Gelsenwasser und Stadtwerke Menden den Bau von Windkraftanlagen (wir berichteten). In Rede stehen sehr leistungsstarke Anlagen mit einer Gesamthöhe von 238 Metern (Nabenhöhe 164 Meter, Rotordurchmesser 149 Meter). Davon erwartet man auch in Sümmern erhebliche Beeinträchtigungen, nicht nur optischer Art. Am Dienstagabend trafen sich Vertreter der Iserlohner CDU und der Initiative „Forum Gegenwind“, in dem auch Sümmeraner Vereine engagiert sind, vor Ort in Ostsümmern.

Gründung auf dem Wälkesberg zu aufwendig?

Auch die jüngste Entwicklung – laut Geoportal des Märkischen Kreises befinden sich offenbar nur noch zwei statt der ursprünglich geplanten drei Anlagen in Planung – hat nichts am Widerstand der Initiative „Forum Gegenwind“ geändert. Nicht mehr in Planung befindet sich demnach die Anlage auf dem Wälkesberg, verblieben sind die Standorte „Im Herbstspring“ und „Im Dößwinkel“. Die Initiative vermutet, dass auf dem vergleichsweise schmalen Bergrücken des Wälkesbergs die Gründung für eine solch große Windkraftanlage zu aufwendig wäre.

Karl-Heinz Schröder, Vorsitzender des Heimatvereins Ostsümmern, erinnerte beim Ortstermin daran, dass die Stadt Menden den Bereich vor Jahren als Biotop ausgewiesen habe. Dass scheine die Unternehmen aber nicht zu interessieren. Das Gelände gehöre immer noch dem Bund, das mache die Sache nicht leichter. Aus Schröders Sicht steht der mögliche Ertrag der Windkraftanlagen nicht in einer vernünftigen Relation zu der Zerstörung eines Stücks Natur. Es gehe nicht um Mendener oder Iserlohner Interessen, sondern um den Erhalt des Naturschutzgebietes.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Schmitt berichtete davon, dass ganz aktuell Planungsunterlagen auf dem Schreibtisch des Iserlohner Baudezernenten Thorsten Grote gelandet seien. Hintergrund sei es, dass die Stadt Iserlohn zu dem Projekt ein sogenanntes „gemeindliches Einvernehmen“ mitteilen solle. Geht es nach dem Willen von Michael Schmitt, soll es dazu aber nicht kommen. Schmitt möchte das Thema in den Planungsausschuss bringen – mit dem Ziel, dass es ein klares politisches Votum gegen das Vorhaben gibt. Schmitt verhehlt dabei nicht, dass dieses die Windkraftpläne nicht wirklich kippen könne, da die Planungshoheit bei der Stadt Menden beziehungsweise beim Märkischen Kreis liege.

Michael Schmitt, Ratsmitglied Thorsten Schwering und der sachverständige Bürger im Planungsausschuss, Hans Trompetter, erklärten, dass sich die CDU Iserlohn klar an die Seite der Initiative stelle. Darin engagieren sich neben dem Heimatverein Ostsümmern auch die Bürgerinitiative Naturschutzgebiet Abbabach, der Aero-Club Hagen und die Bürgergemeinschaft Sümmern-Griesenbrauck. Dazu kommen weitere Mendener Vereine. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Abbabach, Hans-Henning Siepel, bedankte sich für die angekündigte Unterstützung der CDU.

Wertverlust der Wohnhäuser wird befürchtet

Neben des Eingriffs in die Natur und optischen Beeinträchtigen sowie Gefahren durch Infraschall etc. fürchten die Anwohner in der Umgebung der geplanten Windkraftanlagen auch einen Wertverlust ihrer Häuser.

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