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Chef(in) für Stadtmarketing gesucht

Blick in die Fußgängerzone: Handel und Wandel sind ein wichtiges Element für das Stadtmarketing.

Foto: Michael May

Blick in die Fußgängerzone: Handel und Wandel sind ein wichtiges Element für das Stadtmarketing. Foto: Michael May

Iserlohn.   Die Stadt hat eine Schlüsselstelle ausgeschrieben: Bewerbungen bis 29. November

Mehr Schwung fürs Stadtmarketing – so heißt das große Ziel. Nach über einem Jahr Vakanz soll ein neuer Stadtmarketingleiter ins Rathaus, die Stellenausschreibung liegt seit dieser Woche öffentlich auf dem Tisch. Devise: Neuausrichtung und Weiterentwicklung des Marketings.

Regie führte von Anfang 2014 bis Herbst 2016 Martin Bußkamp. Er sollte Impulse setzen, ob Vermarktung leer stehender Geschäfte, mehr Attraktivität für Besucher, Online-Strategie für den heimischen Handel oder Schärfung des Iserlohner Profils nach außen und innen. Denn letztlich ist jeder Bewohner auch ein Botschafter für Iserlohn. Je besser die eigene Stadt gefällt, umso positiver und stolzer wird sie auch nach außen getragen.

Vom Mauerblümchen wiedermehr ins Rampenlicht

Statt Meilenstein wurde die Aufgabe für Bußkamp aber offensichtlich mehr zum Stolperstein. Er warf die Brocken hin. Ohne Leitbild, Strategien und im Tauziehen unterschiedlichster Interessen führt das Stadtmarketing in Iserlohn weiter ein Mauerblümchendasein – auch wenn der kommissarischen Leiterin Beate Evers großes Engagement attestiert wird. Etwa aus den Reihen der Händler.

Alles neu machte der Mai im laufenden Jahr. Der Rat hob einen Beirat aus der Taufe. Rund 20 Mitglieder sollen im neuen Stadtmarketing-Beirat kreatives Potenzial und Konzepte entfalten, die die Waldstadt nach vorne bringen. Das Gros im Beirat kommt aus Politik und Verwaltung: Neben dem Bürgermeister als Vorsitzendem auch Vertreter der Fraktionen, dazu Mitglieder aus Handel und Gewerbe – von der Iserlohner Wirtschaftsförderung bis zu den Werbegemeinschaften Letmathe und Hennen.

Die hierarchische neue Stadtmarketingstruktur in Iserlohn: Der Beirat formuliert Ideen und Projekte, der Hauptausschuss des Stadtrats entscheidet darüber – und am Ende soll der künftige Leiter oder die Leiterin des Stadtmarketings die Aufträge umsetzen. Gesucht wird also „der operative Part in der Verwaltung“, erklärt Thomas Pütter, Referent des Bürgermeisters.

Einmal hat der neue Beirat bislang getagt. Erste Aktion: Das Stellenprofil für den neuen Leiter oder die neue Leiterin des Stadtmarketings zu formulieren. Ein rein ausführendes Organ ohne Vision soll es dann aber wohl doch nicht sein, kein reiner „Erfüllungsgehilfe“, sagt Pütter.

Erste Konzepte bis Frühjahr 2018

Zu den Kernaufgaben gehören etwa „Initiierung, Ausarbeitung und Umsetzung innovativer Projekte“, die „Entwicklung, Planung und Organisation von Veranstaltungen“ bis hin zur Kommunikation Tourismus, Kultur und „Leistungsträgern“. Die persönlichen Anforderungen reichen von einschlägigem Studium und Berufserfahrung in Stadt- oder Regionalmarketing bis zur betriebswirtschaftlichen Kompetenz. Und auch das Gehalt ist mit EG 13 nach dem Tarif des öffentlichen Diensts attraktiv bemessen.

So rechnet die Stadt mit einer Vielzahl an Bewerbungen, die bis zum 29. November schriftlich eingegangen sein müssen. Möglichst bis zum „späten Frühjahr“ 2018 soll dann zwischen Beirat und Stadtmarketingleitung eine Prioritätenliste für die Zukunft abgesteckt werden. Formal müsste dann der Hauptausschuss im Stadtrat noch seinen Segen geben, damit der oder die Neue im Stadtmarketing auch endlich loslegen kann.

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