Seilersee

Da hingehen, wo die Probleme sind

„Die Iserlohner“ hatten zum Bürgerforum im Schleddenhof eingeladen.

„Die Iserlohner“ hatten zum Bürgerforum im Schleddenhof eingeladen.

Foto: Stefan Janke

Iserlohn.   Die Wählergemeinschaft „Die Iserlohner“ hatte zum Bürgerforum in den Schleddenhof eingeladen. Thema: die Parkplatzsituation im Naherholungsgebiet

„Wir gehen mit diesen Veranstaltungen bewusst in die Stadtteile, in denen die Probleme liegen“, sagte Uwe Albert, Vorsitzender der Wählergemeinschaft „Die Iserlohner“, bevor er am Montagabend das jüngste Bürgerforum der Wählergemeinschaft im Freibad Schleddenhof eröffnete. Dort stand naturgemäß das Thema Parksituation auf der Tagesordnung, doch die rund 30 interessierten Anwohnerinnen und Anwohner drückte auch an anderen Stellen der Schuh.

„Die beste Lösung wäre doch, wenn Jürgens an einem anderen Standort als hier bei uns bauen würde“, warf eine Teilnehmerin ein, nachdem Michael Joithe und Rebecca Hillebrand-Busch von der Wählergemeinschaft anhand von eindrucksvollen Drohnenaufnahmen den Status quo der Parksituation rund um den Seilersee, die Eissporthalle und den Schleddenhof veranschaulicht hatten.

Das Video, entstanden an einem sonnigen Sonntag Ende Februar, zeigt, wie überlaufen das Quartier schon an einem solchen Tag auch ohne Eishockey-Spiel ist. Über 800 Parkplätze würden in Zukunft fehlen, wenn die Gesamtschule Seilersee ihren Dienstag aufnimmt, rechnete Michael Joithe vor. Die Wählergemeinschaft ist nach wie vor der Ansicht, dass dieses Problem nur dann zu lösen sei, wenn das Autohaus nicht zum Festplatz Seilersee zöge, sondern für einen Neubau zum Beispiel die Brache am Stadtbahnhof (früherer Güterbahnhof) dazu genutzt würde.

Bereit, Gespräche mit dem Mercedes-Händler zu führen

Die Frage, ob denn die Stadt diesbezüglich bereits Kontakt mit Mercedes Jürgens aufgenommen habe, wusste niemand zu beantworten. „Wir erklären uns aber gern dazu bereit, das Gespräch mit dem Unternehmen zu suchen“, erklärte Uwe Albert.

Auch diese Gesprächsrunde kam an die leidige Abfindungs-Geschichte im Rathaus nicht herum, wobei ausdrücklich gelobt wurde, dass „Die Iserlohner“ Strafanzeige gestellt hätten. „Wir hoffen nun, dass die Öffentlichkeit nach dem Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen in vollem Maße aufgeklärt wird“, sagte der Vorsitzende Uwe Albert ihn diesem Zusammenhang, bevor die Blick noch einmal in Richtung Seilersee ging. Dort stellt der Spielplatz nahe der Bismarckstraße ein neues Problem dar. Denn hier fehle ein Sanitärbereich für die Kinder und ihre Eltern, der nächste öffentliche befindet sich am Haus Seilersee.

Und auch die Nachfolge der Parkhalle auf der Alexanderhöhe war Thema des Bürgerforums. Dazu machten „Die Iserlohner“ deutlich, dass ein 1000-Plätze-Anbau an das Parktheater für den IBSV und sein Schützenfest keine Lösung sei. „Die Bedingungen des IBSV besagen, dass die neue Halle an der Stelle der alten errichtet werden müsste. Ansonsten bliebe es bei der Zelt-Lösung, die die Stadt rund 80.000 Euro pro Jahr kosten würde“, erklärte der Vorsitzende Uwe Albert.

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