Brand

Dachstuhlbrand am frühen Morgen

Die Drohnenaufnahme zeigt das zerstörte Dachgeschoss des Hauses Mendener Straße 6. Es ist auch wegen des Löschwassers unbewohnbar.

Die Drohnenaufnahme zeigt das zerstörte Dachgeschoss des Hauses Mendener Straße 6. Es ist auch wegen des Löschwassers unbewohnbar.

Foto: Feuerwehr Iserlohn

Iserlohn.   Das Haus Mendener Straße 6 ist unbewohnbar, das Nachbarhaus nur leicht beschädigt. 65 Einsatzkräfte kämpfen mit drei Drehleitern gegen Flammen

Um 5.19 Uhr am Dienstagmorgen ging der erste Notruf, abgesetzt von Nachbarn, auf der Feuerwache ein. Keine zehn Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und mussten erkennen, dass nicht nur die Wohnung im Obergeschoss des Hauses Mendener Straße 6 lichterloh brannte, sondern die Flammen auch schon aus dem Dachfenster herausschlugen. 65 Feuerwehrleute kämpften gegen das lodernde Feuer und konnten dabei ein Übergreifen auf das Nachbarhaus Nummer 4 weitestgehend erfolgreich verhindern. Alle 24 Bewohner beider Häuser hatten ihre Wohnungen rechtzeitig verlassen können, einer von ihnen musste mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Die extreme Rauchentwicklung war am frühen Dienstagmorgen vor dem dämmernden Nachthimmel weithin zu sehen, der Rauch über der gesamten Innenstadt deutlich zu riechen. Zusammen mit drei Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarztwagen rückten die hauptamtlichen Einsatzkräfte zur Mendener Straße, dem verkehrsberuhigten Bereich an der „Engen Weste“.

Übergreifen auf Nachbarhaus konnte verhindert werden

Im Haus mit der Nummer 6 befand sich früher ein Tabakfachgeschäft, heute ist dort ein Geschäft für E-Zigaretten ansässig, im Nachbarhaus mit der Nummer 4 befindet sich ein Modegeschäft, im oberen Bereich beider Häuser jeweils Wohnungen. Zwei Trupps der Feuerwehr begonnen den Löschangriff im Hausinnern unter Atemschutz mit C-Rohren. Mit zwei Drehleitern begann der Löschangriff aus der Höhe in Richtung des Daches, eine weitere Drehleiter samt Besatzung wurde aus Hemer hinzugezogen. Aus der Höhe wurde der Löschangriff in Richtung Dach geführt. Zumindest mit dem Erfolg, dass das Haus Nummer 4 nur einen leichten Dachschaden an der Gebäudegrenze erlitten hat und weiterhin bewohnbar ist, wie Detlef Rutsch als Sprecher der Feuerwehr Iserlohn am Mittag feststellen konnte. Das Haus, in dem der Brand ausgebrochen war, ist hingegen durch Feuer und Löschwasser derzeit unbewohnbar. Bauordnungsamt und Statiker müssen zudem beurteilen, ob die Fassade im Bereich des Giebels weiterhin standfest ist, weshalb der Bereich vor dem Haus zunächst aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde.

Die eigentlichen Löscharbeiten endeten gegen 9 Uhr, danach wurden einen Brandwache eingerichtet und letzte Glutnester gelöscht. Die Feuerwache an der Dortmunder Straße wurde während des Einsatzes von der Löschgruppe Letmathe der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Nur die Löschgruppen aus dem Iserlohner Norden waren bei dem Brand, den die Einsatzleitung als „Feuer 3“, der zweithöchsten Alarmstufe bewertet hatte, nicht im Einsatz. Erst nach 15 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte abziehen und die Brandstelle an die Polizei übergeben.

Die Straße vor dem Haus bleibt vorerst gesperrt

Nach Angaben von Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski hat die Staatsanwaltschaft Hagen entschieden, dass ein Brandsachverständiger hinzugezogen wird, um die Ursache des Feuers zu ermitteln. Der Brandort ist deshalb beschlagnahmt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf einen mindestens sechsstelligen Betrag. Außerdem konnte Boronowski berichten, dass alle Hausbewohner zunächst bei Freunden und Bekannten untergekommen sind.

Auch mit Ende des Einsatzes am Dienstagnachmittag bleibt die Straße vor dem Haus zunächst abgesperrt. Laut Detlef Rutsch besteht nach wie vor die Gefahr, dass Fassadenteile auf den Gehweg und die Fahrbahn herabfallen. Die Sperrung bleibt zumindest bestehen, bis sich ein Sachverständiger das Haus angesehen hat. Fahrzeuge können den Bereich bis dahin nicht passieren und somit auch nicht in die Stahlschmiede gelangen. Fußgänger können neben der Absperrung vorbeigehen.

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