Kunstverein

Das A bis Z der heimischen Kreativszene

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Foto: IKZ

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Iserlohn.  Längst hat sich der 2009 gegründete Kunstverein etabliert und einen Namen gemacht.

Von Arjen-Cornelis Baaijens bis Ursula Zimmermann, von Alabasterskulpturen bis zur Zeichnung: Die Winterausstellung des Kunstvereins Iserlohn unter dem Titel „Im Licht“ in den Räumen der Firma WILA am Vödeweg präsentierte auf 1000 Quadratmetern das A bis Z der heimischen Kreativszene auf vielfältige und beeindruckende Weise. 33 Mitglieder aus den Reihen des Vereins präsentierten am Samstag und Sonntag jeweils zwei ihrer Werke, Besucher konnten zudem auf einem Kunstmarkt Exponate von 26 Anbietern bestaunen und bei Gefallen erwerben.

Ein ganz besonderer Neuzugang im Kunstverein

Längst hat sich der 2009 gegründete Kunstverein etabliert und einen Namen gemacht. Wenngleich das Gros der Mitglieder aus Iserlohn und Umgebung stammt, zählen mittlerweile auch Kunstschaffende aus Städten wie Bochum und Essen zu den Aktiven. Mit Tammam Jaramani stellte Vorsitzender Christoph Wieloch am Samstag den zahlreichen Besuchern der Ausstellungseröffnung jedoch einen ganz besonderen Neuzugang vor. Jaramani stammt aus Syrien, war dort Lehrbeauftragter an einer Kunstakademie und musste aus seiner Heimat flüchten, nachdem er es gewagt hatte, Bilder mit politischen Inhalten zu veröffentlichen. „Tammam besitzt unglaubliche Fähigkeiten, er ist ein großer Gewinn für uns, wir werden von ihm lernen können“, schwärmte Wieloch in höchsten Tönen von dem Syrer, der in einem der Iserlohner Übergangsheime den Ausgang seines Asylverfahrens abwartet und hofft, später seine Familie nach Deutschland holen zu dürfen. Aus Dankbarkeit für die Aufnahme in Iserlohn überreichte Jaramani anschließend ein Portrait des Bürgermeisters an sein „Modell“. Dr. Peter Paul Ahrens, der kurz zuvor die Begrüßungsrede der Ausstellungseröffnung gehalten hatte, nahm das Geschenk sichtlich gerührt entgegen.

Die „Weltsprache Kunst“kommt ohne Worte aus

In dieser Szene fanden auch die Worte von Britta Dilcher ihre Bestätigung. Die Kunsttherapeutin, die sich neben ihrer Tätigkeit im Kunstverein auch im Hospizverein engagiert, hatte bei der Begrüßung der Gäste von der „Weltsprache Kunst“ gesprochen, die ohne Worte auskomme und dennoch Kommunikation zwischen Menschen ermögliche – und mit Tanz, Musik oder Bildern Verbindungen schaffen könne. Dilcher zeigte sich zudem bewegt von der Hilfsbereitschaft der Menschen zu Gunsten der Hospizarbeit, die sich auch beim Kunstverein widerspiegele. Zwölf Mitglieder haben sich in den Dienst der Sache gestellt und ihre Werke für die Anfertigung eines Kalenders zur Verfügung gestellt, dessen Verkaufserlöse dem Hospizverein zur Verfügung gestellt werden sollen. Weitere Aktive hatten zudem Ergebnisse ihres kreativen Schaffens zur Verfügung gestellt, um eine Tombola – ebenfalls zu Gunsten des Hospizvereins – mit attraktiven Preisen zu bestücken.

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