Soziales

Das Bild des runden Tisches darf nicht eckig werden

Superintendentin Martina Espelöer (4. v. re.) trifft sich regelmäßig mit Bürgermeistern und Kreisvertretern.

Foto: Cornelia Merkel

Superintendentin Martina Espelöer (4. v. re.) trifft sich regelmäßig mit Bürgermeistern und Kreisvertretern. Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.   Beim Treffen von Superintendentin Martina Espelöer mit Vertretern der Kommunen stand Rechtspopulismus im Mittelpunkt.

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Beim alljährlichen Meinungsaustausch zwischen Superintendentin Martina Espelöer mit Vertretern der Kommunen aus dem Kirchenkreis standen – neben dem Reformationsjubiläum – der interreligiöse Dialog und der in Deutschland um sich greifende Rechtspopulismus im Vordergrund.

Die Superintendentin war sich mit den Bürgermeistern Dr. Peter Paul Ahrens (Iserlohn), Hanna Freissler (Altena), Karin Nigburg-Martini (Hohenlimburg), Martin Wächter (Menden) und Heinrich Böckelühr (Schwerte) und dem stellvertretenden Landrat Detlef Seidel darin einig, dass Verantwortliche in den Städten und Gemeinden mehr mit den Bürgern über ihre Ängste und Sorgen über Zuwanderer ins Gespräch kommen müssen. Es gehe um den sozialen Zusammenhalt. Das respektvolle Miteinander auf Basis der demokratischen Grundordnung müsse bei allen Gesprächen auf religiöser und politischer Ebene deutlich werden. Das hatte Martina Espelöer auch bei der Gründung des neuen Bündnisses für Muslime deutlich gemacht, deren Vertreter sie zum Runden Tisch der Religionen eingeladen hat (wie berichtet). „Uns vereint unser gemeinsames Bestreben nach Frieden im Glauben an einen Gott der Barmherzigkeit zum Wohle unseres Miteinanders“, sagte die Superintendentin.

Nationalismus hat in Iserlohn nichts zu suchen

Dr. Ahrens machte deutlich, dass Nationalismus aus den Herkunftsländern hier in Iserlohn nichts zu suchen habe. „Das Bild des runden Tisches ist in vielen Städten eckig geworden; ausgehend von den Ereignissen in der Türkei. Die Gespräche sind schwieriger geworden“, machte Schwertes Bürgermeister Heinrich Böckelühr deutlich. „Es muss unsere Aufgabe sein, die Gespräche wieder aufzunehmen. Dabei müssen wir deutlich machen, dass wir in Deutschland für das Grundgerüst der Demokratie und Meinungsfreiheit stehen.“

Die Teilnehmer des Politischen Tisches machen sich stark für echte Begegnungen und einen respektvollen Dialog anstelle von Monologen. Detlef Seidel dankte den Städten und dem Kirchenkreis für ihr Engagement, auch das ehrenamtliche, das den „Kitt unserer Gesellschaft“ ausmache.

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