Schulbau

Der Boden am Bömberg ist bereitet

Ansicht des Neubauprojekts am Bömberg mit zwei Geschossen und geschwungenem Dach. Im Frühjahr 2019 soll der Anbau stehen.

Ansicht des Neubauprojekts am Bömberg mit zwei Geschossen und geschwungenem Dach. Im Frühjahr 2019 soll der Anbau stehen.

Foto: Privat

Iserlohn.   Die Grundschule am Bömberg in Iserlohn erhält einen modernen Anbau für rund drei Millionen Euro.

Umbau Schillerplatz und Rathaus, zweite Gesamtschule am Seilersee, Ersatz für die Parkhalle: Angesichts der drei Großprojekte, die in den kommenden Jahren zusammen auf rund 200 Millionen Euro taxiert werden können, gehen andere Bauvorhaben der Waldstadt in der öffentlichen Diskussion fast unter. Für eines dieser vermeintlich kleinen, aber wichtigen Projekte fällt im Februar der Startschuss – ein Anbau an die Grundschule Bömberg.

Rund drei Millionen Euro sind für den Bau veranschlagt, der für die Grundschule acht neue Klassenzimmer plus Gruppenräume und PC-Raum bringen wird. Bis Frühjahr 2019 soll das Gebäude bezugsfertig sein, erklärt Baudezernent Mike-Sebastian Janke auf Anfrage. Devise: modern, funktional und gleichermaßen ansehnlich gestaltet.

Alter Schulpavillon ist abgerissen

Derzeit läuft am Bömberg der Neubau einer Mensa (wir berichteten) für rund 300 000 Euro. Die Erweiterung um acht Klassenräume ist nunmehr der nächste Schritt, um die Grundschule für die Zukunft zu rüsten. Hintergrund sind die Entwicklung der Schülerzahlen und der wachsende Bedarf an Ganztagsbetreuung.

Als erster Akt für den Anbau musste vor Tagen zunächst ein älterer Pavillonbau neben dem Pausenhof abgerissen werden. Diese Behelfsräume wurden zuletzt von der Realschule genutzt, die aber am Standort Bömberg im Sommer aufgelöst wird. Die dort verbliebenen beiden Realschul-Jahrgänge wechseln zum Standort am Hemberg.

Der zweigeschossige Anbau für die Grundschule schließt direkt an das bestehende alte Gebäude an – mit Blick auf die darunter liegende Realschule am Hang. Dabei wird der neue Gebäudetrakt deutlich ausladender als das ältere Schulgebäude: insgesamt 47 Meter lang, knapp 25 Meter breit und knapp elf Meter hoch, erläutert Claudia Zawada, Leiterin des Kommunalen Immobilien-Managements (KIM).

Nach Süden hin bieten die Klassenräume eine transparente Glasfront. Die Fassade wird mit Stein verblendet, das Dach erhält eine markante Gliederung und läuft zur Außenseite spitz zu. Der Entwurf fürs Gebäude stammt vom Architekturbüro Quittmann aus Unna.

Innen bietet das Gebäude je vier Klassenzimmer auf zwei Etagen. Zwischen den Klassenzimmern gibt es zusätzliche Gruppenräume mit direkter Verbindung. Die Flure, Garderoben, Toiletten und Technikräume liegen zum Pausenhof hin an der Nordseite. Das Treppenhaus mit Aufzug ermöglicht einen barrierefreien Zugang.

Neubau mit einem „fliegenden“ Klassenzimmer

Insgesamt sei der Anbau in enger Abstimmung mit der Schule und der Schulverwaltung geplant worden, erklärt Claudia Zawada. Dabei bietet das obere Geschoss einen besonderen Akzent: Über dem PC-Raum im Parterre öffnet sich auf der oberen Etage eine „Loggia“ – ein unverglaster offener Raum, der frei genutzt werden kann. Angedockt ist außen eine Treppe, die im Notfall als Fluchtweg dient.

Mit rund einem Jahr Bauzeit bis Frühjahr 2019 für den Anbau hat sich die Stadt einen sportlichen Terminplan gesetzt. Wenn der neue Trakt für die Grundschule dann steht, können sich die Schüler der zweiten Gesamtschule langsam wieder auf den nächsten Umzug vorbereiten: Sie nutzen die alte Realschule am Bömberg ab Sommer 2018 vorübergehend als Domizil – um dann in den Neubau am Seilersee einzuziehen.

Was danach aus der alten Realschule wird, ist noch offen, sagt Baudezernent Janke. Umnutzung des Schulgebäudes oder Abriss und künftige Wohnbebauung, das sind die Optionen für das rund 1,2 Hektar große Grundstück.

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