CDU-Stadtverband

Der Erfolg kommt auf der langen Strecke

CDU-Kreischef Thorsten Schick, die stellv. Stadtverbandsvorsitzende Eva

CDU-Kreischef Thorsten Schick, die stellv. Stadtverbandsvorsitzende Eva

Foto: Frank Jungbluth

Iserlohn.   Karsten Meininghaus folgt Paul Ziemiak an die Spitze der Iserlohner CDU. Der 46-Jährige wurde einstimmig gewählt.

Karsten Meininghaus (46) ist seit einigen Jahren Langstreckenläufer – „Halbmarathon“, wie er sagt. Am Samstag hat der Christdemokrat ein Ziel erreicht, das er sich eigentlich nicht gesetzt hat. Einstimmig haben die Mitglieder des Stadtverbandes ihn zum Nachfolger von Paul Ziemiak an die Spitze der CDU gewählt. „Ich musste erst überzeugt werden, als vor einigen Wochen der Anruf aus dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin kam“, bekennt Meininghaus. Ziemiak war der Anrufer. Die Botschaft: „Du musst es machen.“

Wechsel an der CDU-Spitze

„Das sind große Fußstapfen, in die ich trete“, hat sich der neue Stadtverbandsvorsitzende bei den Mitgliedern nach der Wahl für das große Vertrauen bedankt. Und dann wurde der neue Vorsitzende zum Kämpfer, war wieder ganz Langstreckenläufer. „Wir wollen und werden auch nach der Kommunalwahl 2020 die stärkste und entscheidende Kraft in Iserlohn bleiben. Wir haben viel zu tun, wir nehmen die Herausforderung an.“

Paul Ziemiak, dessen Weg von Iserlohn aus an die Spitze der CDU- Parteiorganisation als Generalsekretär geführt hat, war acht Jahre lang Chef des Stadtverbandes der Christdemokraten in seiner Heimatstadt. „Mir ist es nicht leicht gefallen, zu sagen, ich gebe dieses Amt ab, aber die Verantwortung für die Organisation der größten Volkspartei Europas lässt mir nicht ausreichend Zeit, mich genau so einzubringen, wie ich das in den vergangenen Jahren gemacht habe. „Lieber Karsten, ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. Das ist für mich nur ein Abschied aus diesem Amt, ich bleibe weiter ein Kämpfer für die CDU in Iserlohn, auch in den kommenden wichtigen Wahlkämpfen, ihr könnt auf mich zählen“, erklärte der 33-Jährige.

Ziemiak erinnerte in seiner Abschiedsrede an die schwierigen Zeiten der Iserlohner CDU, die sich inzwischen zu guten Zeiten gewandelt haben: „Wir hatten vor einigen Jahren keinen Landtagsabgeordneten und keinen Bundestagsabgeordneten. Wir haben dann Widerstand gegen die zweite Gesamtschule organisiert und bei der Kommunalwahl 2014 erlebt, dass sich unser Einsatz ausgezahlt hat. Seit 2012 ist Thorsten Schick wieder unser Landtagsabgeordneter, ich vertrete auch die Interessen Iserlohns im Bundestag, wir haben ein starkes Team aus Jungen und Älteren, aus allen gesellschaftlichen Gruppen und Stadtteilen. Das müssen wir uns für die kommende Zeit bewahren. Wahlkampf, das ist für einen Politiker wie Flitterwochen.“

Michael Schmidt, Ratsmitglied, und vor Paul Ziemiak Stadtverbandsvorsitzender, hat mit einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung eine besondere Ehrung erfahren – er ist jetzt Ehrenvorsitzender des CDU-Stadtverbandes Iserlohn. Fabian Tigges, Fraktionschef der Christdemokraten im Rat, ist von den Mitgliedern zum stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtverbandes gewählt worden.

Im Interview erklärt der neue CDU-Chef die Herausforderungen:

Aufbruchstimmung und klare Sprache: CDU-Chef Karsten Meininghaus im Gespräch über die anstehenden Aufgaben.

Was kommt auf den neuen CDU-Vorsitzenden zu?

Meininghaus: Vor allem ein wichtiger Kommunalwahlkampf im nächsten Jahr. Für uns Christdemokraten ist es das erklärte Ziel, stärkste Kraft zu bleiben und den nächsten Bürgermeister der Stadt Iserlohn nach der Wahl 2020 zu stellen.

Sie haben in Ihrer Rede deutlich ausgeteilt . . .

Ja, das musste benannt werden. Ich lobe ja auch, dass mit dem neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Leye eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Stadt wieder möglich ist. Das war bei seinen Vorgängern leider ganz anders. Dimitrios Axourgos und Mike-Sebastian Janke haben schweren Schaden in Iserlohn hinterlassen. Das waren zwei Karrieristen, die unsere Stadt inzwischen wieder verlassen haben. Das ist auch besser so für Iserlohn.

Was meinen Sie konkret?

Das fängt mit der Verschluderung hinsichtlich der frühzeitigen Schaffung von Ersatzwohnraum beim Neubau der JVA an, geht weiter mit dem Versäumnis, das nicht genug Gewerbeflächen ausgewiesen wurden und gipfelt in der Tatsache, dass von den Herren ein Leiter des Kulturressorts installiert worden ist, der die Neugestaltung der Alexander­höhe verschleppt. Wir müssen jetzt den Mangel verwalten. Die Aufträge und Aufgaben, die in an vielen Stellen abzuarbeiten waren, sind liegen geblieben, Vieles ist falsch gelaufen. Das arbeiten wir jetzt ab.

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