Südliche Innenstadt

Der Fritz-Kühn-Platz soll ein Café bekommen

Das verfallene Fachwerkhaus am Fritz-Kühn-Platz: Aus dieser Perspektive lassen sich die IGW-Pläne am besten erkennen. Das ganze Haus inklusive des kleinen Fachwerkanbaus rechts soll ein zweigeschossiger Gastronomiebetrieb werden. Rechts dahinter ist noch der Umriss eines früheren Hauses am Südengraben zu erkennen, das die IGW bereits abgerissen hat. Diese Baulücke soll wieder geschlossen werden – unter anderem mit Küche und Toiletten für das Café, oben mit Wohnungen zum Südengraben hin. Die verwucherte Baulücke vorne hinter dem Bauzaun soll nicht geschlossen werden.

Foto: Michael May

Das verfallene Fachwerkhaus am Fritz-Kühn-Platz: Aus dieser Perspektive lassen sich die IGW-Pläne am besten erkennen. Das ganze Haus inklusive des kleinen Fachwerkanbaus rechts soll ein zweigeschossiger Gastronomiebetrieb werden. Rechts dahinter ist noch der Umriss eines früheren Hauses am Südengraben zu erkennen, das die IGW bereits abgerissen hat. Diese Baulücke soll wieder geschlossen werden – unter anderem mit Küche und Toiletten für das Café, oben mit Wohnungen zum Südengraben hin. Die verwucherte Baulücke vorne hinter dem Bauzaun soll nicht geschlossen werden. Foto: Michael May

Iserlohn.   Die Pläne für die Gastronomie in dem verfallenen Fachwerkhaus sind bereits sehr konkret.

Die Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (IGW) sitzt in den Startlöchern. „Es fehlt im Grunde nur noch der Förderbescheid aus Arnsberg“, sagt IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl. Dann könne er in den IGW-Objekten in der südlichen Innenstadt loslegen – nach Möglichkeit schon im nächsten Monat.

Gemeint sind vor allem die verfallenen Fachwerk-Häuser an der Straße Am Zeughaus hinter dem Museum für Handwerk und Postgeschichte. 2014 hatte die IGW einige Häuser dieser Zeile unterhalb des Südengrabens gekauft, da sie gerade für die Entwicklung des Fitz-Kühn-Platzes von erheblicher Bedeutung sind. Vor allem dem ersten, schwarz verkleideten und augenscheinlich einsturzgefährdeten Fachwerkhaus mit der Hausnummer 14, das durch außen angebrachte Stützen vor dem Zusammenbruch gerettet werden musste, kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Hier soll in naher Zukunft ein gastronomischer Betrieb einziehen.

2014 kam das Hausin den Besitz der IGW

Die Pläne dafür seien schon sehr konkret, sagt Olaf Pestl, der einen Blick in das inzwischen entrümpelte Innere des Hauses gewährt. Ein alter, gemauerter Kamin mitten im Raum ist dort ein Blickfang, und das bereits freigelegte Gebälk lässt auch schon erahnen, dass hier später einmal etwas sehr schönes entstehen kann. Welche Balken aber tatsächlich erhalten bleiben können, und welche ersetzt werden müssen, sei noch unklar. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Fachwerkhaus gebaut. 2014 hat die IGW es erworben und gesichert. Wie lange es zuvor unbewohnt vermodert ist, kann Pestl gar nicht mehr genau sagen. Letztes Jahr hat die IGW aber den Förderantrag für das Restaurierungskonzept bei der Bezirksregierung eingereicht. Vorgesehen ist, einen Durchbruch zum hinter dem Haus liegenden kleinen Fachwerkanbau zu schlagen und das ganze Gebäude auf zwei Etagen für ein Café herzurichten. Gleichzeitig soll die dahinter liegende Baulücke zur Stadtmauer hin wieder geschlossen werden. In diesem neuen Anbau sollen dann die Küche und die Sanitäranlagen eingerichtet werden. Und über diesem neuen Anbau sollen Wohnungen entstehen, die vom Südengraben aus erreichbar sein sollen. Einen geeigneten Betreiber für die Gastronomie möchte die IGW durch einen Wettbewerb finden.

Weniger prominent und besser verkleidet, in der Substanz aber genau so gefährdet wie die Nummer 14 ist die wenige Meter davon entfernte Hausnummer 8. Auch dieses Haus möchte die IGW erhalten, weswegen es in einem ersten Schritt komplett entkernt wird und das alte Fachwerk freigelegt werden soll. Andere Objekte in der näheren Nachbarschaft seien hingegen nicht mehr zu retten. So muss ein kleiner, zwar idyllisch anmutender aber in der Substanz nicht mehr erhaltenswerter Anbau an der Hausnummer 6 abgerissen werden. Und auch ein zwischen dem Südengraben und dem Zeughaus gelegener Werkstatt-Anbau, der nicht mehr zu retten ist, wird demnächst abgerissen.

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