Silvester

Der Jahreswechsel: Wie wird er perfekt?

Festlich-fröhlich wird’s auch Silvester 2017 im Parktheater wieder zugehen.

Foto: Michael May

Festlich-fröhlich wird’s auch Silvester 2017 im Parktheater wieder zugehen. Foto: Michael May

Iserlohn.   Bei Diskussionen um die Silvesterfeier können die Meinungen weit auseinander gehen

Große Party oder gemütliches Beisammensein? Raclette oder Fondue? Bleigießen oder „Dinner for one“? Raketen oder gar kein Feuerwerk? Bei kaum einem Fest gehen die Meinungen so sehr auseinander wie an Silvester.

Vor allem beim Thema Feuerwerk scheiden sich die Geister. Die einen geben hunderte von Euro für Böller und Raketen aus, andere stören sich an dem Lärm und Müll. Fakt ist aber: die Deutschen sind eine echte Knaller-Nation. Nach Schätzungen des Verbands der pyrotechnischen Industrie werden zu Silvester 2017 voraussichtlich rund 137 Millionen Euro für Böller und Raketen ausgegeben.

Während bei „Thomas Philipps“ die Kunden am Donnerstag schon eine Dreiviertelstunde vor Ladenöffnung Schlange standen, um die besten Böller und Batterien zu ergattern, blieb bei Rewe Drath der große Ansturm am ersten Verkaufstag noch aus. „Viele wussten vermutlich auch nicht, dass Feuerwerk in diesem Jahr einen Tag eher verkauft werden durfte“, sucht Marktleiter Andre Klitzka nach einer Erklärung – am Freitag sah es nämlich auch in seinem Markt ganz anders aus.

Für Paul Nowak sind Raketen, Batterien und Co. eher ein Mitnahmeartikel. „Mir ist es wichtiger, dass die Leute gutes Essen und eine vernünftige Flasche Sekt für Silvester haben“, sagt der Marktkauf-Inhaber. Schließlich leide ja auch die Umwelt stark darunter.

Denn seit diesem Jahr gibt es einen weiteren Punkt in der langjährigen Diskussion um Sinn und Unsinn von Feuerwerk: „Diesel-Autos will man abschaffen, dann sollen sie auch Feuerwerke abschaffen“, schreibt eine Leserin auf Facebook, die damit auf den enormen Ausstoß von Feinstaub hinweist.

Viele weitere sprechen sich gegen die Knallerei aus – allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen. „Raketen und Böller kaufe ich keine. Zum einen, weil ich das Geknalle nicht mag und zum anderen, weil mir das Geld dafür zu schade ist“, schreibt Christina Tillmann. Auch mit Blick auf die geliebten Haustiere verzichten viele auf Raketen und Böller, andere spenden das Geld lieber.

Große Party oder lieber ein gemütliches Beisammensein?

Für andere gehört das Feuerwerk aber einfach dazu – wenn auch im kleinen Rahmen. „Wir kaufen eine Familienpackung für unter zehn Euro. Ich lasse das meine Männer machen. Ich stehe am Fenster und seh es mir an“, schreibt Barbara Tinghaus. Michael Kahle will „so richtig den Jahreswechsel rocken“, wie sein Opa es ihm beigebracht hat. Dafür gibt er dann auch gerne ein paar Euro aus.

Genauso spannend wie die Frage, ob geknallt wird oder nicht, ist die Frage nach der Art und Weise, auf die gefeiert wird. Zum Jahreswechsel gibt es einige öffentliche Angebote. Im Parktheater, im Café del Sol oder in der Wilden Ente kann getanzt und auf das neue Jahr angestoßen werden, andere feiern lieber im kleinen Kreis. Bei Eva Moussa Ezzedine gibt es ein Mittelding: „Wir feiern als große Familie mit 40 Personen.“ Christina Tillmann schaut sich Zuhause in Ruhe die Kultserie „Dinner for one“ an – für sie ein absolutes Muss, genauso wie Raclette.

Auch beim Essen gehen die Meinungen weit auseinander. Häufig gehen Familien an diesem Abend schick essen, lassen sich mal so richtig verwöhnen. Andere mögen es lieber gemütlich und machen Fondue. Aber ganz egal, wie Sie letztlich feiern: Machen sie es zu Ihrem perfekten Silvester!

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