Namensänderung

Der Name „Netzwerk Diakonie“ verschwindet

Ein neues Schild hängt bereits an der Pforte.

Ein neues Schild hängt bereits an der Pforte.

Foto: Stefan Drees / IKZ

Iserlohn.  Durch eine Umbenennung sollen die Aufgabenfelder der Teilorganisation besser herausgestellt werden.

Eigentlich ist die Netzwerk Diakonie ja eine Tochter der Diakonie Mark-Ruhr, auch wenn der Begriff „Netzwerk“ irgendwie ja nach etwas „Höherem“ klingt. Und es hat auch noch andere Überlegungen geben, die dazu führten, dass man sich bei der Diakonie Gedanken um eine Namensänderung machte. Denn der Name Netzwerk Diakonie bildete letztlich die Aufgabenstellung der Organisationseinheit nicht wieder. Ab sofort heißt das Kind daher „Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen“.

100 Mitarbeiter beim Start,heute sind es 370

Geschäftsführer bleibt Christian Müller. Der erinnerte an die Ursprünge der Netzwerk Diakonie im Jahre 2001. Im Wesentlichen wurde damals das Feld Betreutes Wohnen im Kirchenkreis Iserlohn zusammengelegt, dazu kamen noch einige Arbeitsfelder aus dem diakonischen Werk wie beispielsweise die Frühförderung. Rund 100 Mitarbeiter gab es damals, heute sind es 370. Das Wachstum begründet Müller damit, dass sich die Bedarfslage weiterentwickelt habe, aber auch neue Segmente dazu gekommen seien.

Mit dem neuen Namen „Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen“, so Pressereferent Fabian Tigges, solle auch ein prägnanterer Auftritt nach außen ermöglicht werden, verbunden mit der Stärkung des Markenkerns. Der Geschäftsführer der „Mutter“ Diakonie Mark-Ruhr mit ihren 3400 Mitarbeitern, Volker Holländer, weiß, dass Namensänderungen manchmal auch für Argwohn sorgen können. Nicht selten steht hinter dem neuen Namen auch eine neue Gesellschaft, möglicherweise verbunden mit Konsequenzen für die Mitarbeiter. Dem tritt Holländer entgegen. Es handele sich um eine reine Namensänderung aus den genannten Gründen, ansonsten bleibe alles beim Alten.

Ambulantes Wohnen iststark gewachsen

Wohnen und Tagesstruktur für Menschen mit Behinderung und Lernschwierigkeiten auf der einen und Menschen mit psychischer Erkrankung und Abhängigkeitserkrankungen auf der anderen Seite sind eine Kernaufgabe der „Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen“. Aktuell werden rund 700 Menschen im ambulanten Wohnen und 200 in stationären Einrichtungen betreut. Unter „Teilhabe“ verstehe die Diakonie auch, dass man verstärkt in die Sozialräume jenseits der Stadtzentren eindringen möchte, wie Christian Müller berichtet. So sei beispielsweise auch ein Engagement in Dröschede geplant.

Ebenfalls zur „Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen“ gehören die Interdisziplinäre Frühförderstelle mit früher Hilfe für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren und der Familienunterstützende Dienst mit Hilfen für Eltern und Angehörige von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung.

Das Sommerfest der „Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen“ am Samstag, 29. Juni, an der Bodelschwinghstraße soll dabei helfen, den neuen Namen in den Köpfen möglichst vieler Menschen zu verankern. Dazu hat sich das Team auch einige Aktionen ausgedacht, berichtet Fachbereichsleiterin Beate Jarzombek. Beginn des Sommerfestes ist um 14 Uhr, der Ausklang ist für 20 Uhr geplant. Zum Start gibt es einen Gottesdienst, danach soll viel Musik etwa von „Workers Delight“ für Unterhaltung sorgen. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg und einen Zirkus zum Mitmachen.

Außerdem ist eine Tombola geplant und Essen und Trinken soll reichlich vorhanden sein. Fabian Tigges betont, dass das Sommerfest eine öffentliche Veranstaltung ist, also jeder willkommen ist.

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