Livemusik zum Finale

Der „Treffe anne Ruhr“ in Hennen ist seit Sonntag Geschichte

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Tobias Bülow unterhielt die „Treffe“-Gäste mit den Klängen seiner Djembé-Trommeln. Besucher fanden sich zahlreich ein.

Tobias Bülow unterhielt die „Treffe“-Gäste mit den Klängen seiner Djembé-Trommeln. Besucher fanden sich zahlreich ein.

Foto: Stefan Drees

Hennen.  Der „Treffe anne Ruhr“ hat zum Abschluss viel Zuspruch erlebt.

Hätte es nur mehr solcher Tage wie am Sonntag gegeben, dann wäre die Entscheidung von Timo Reineke und Timo Buhrmester, den „Treffe anne Ruhr“ künftig nicht mehr anzubieten, vielleicht anders aufgefallen. Denn in der wärmenden Herbstsonne herrschte am letzten Tag reges Treiben am zu einem Kiosk umgebauten Wohnwagen direkt am Radweg in Höhe der Mündung des Baarbachs in die Ruhr.

Es sei nicht so gewesen, dass Radfahrer und Spaziergänger im Vorbeifahren oder Vorbeigehen dem „Treffe“ reihenweise die kalte Schulter gezeigt hätten, sagt Timo Reineke. Vielmehr sei an vielen Tagen mit schlechterem Wetter die Frequenz auf dem Weg nicht groß genug gewesen, um ausreichend Umsatz machen zu können, der den betriebenen Aufwand habe rechtfertigen können. Angeboten wurden am „Treffe“ nicht-alkoholische Erfrischungsgetränke, Kaffee, Waffeln und Toast-Snacks. Das ist nun Geschichte. Noch haben Timo Reineke und Timo Buhrmester die Hoffnung nicht aufgegeben, dass jemand ihr Konzept aufgreift und gegebenenfalls an einem profitableren Standort fortführt.

Stark vertreten war am Sonntag auch der ADFC, der den „Treffe“ unterstützt und als Info-Punkt genutzt hat. Der ADFC habe mit seiner Reichweite versucht, Werbung für den „Treffe“ zu machen, sagte der Vorsitzende Bernhard Schomm. Es sei sehr schade, dass nun Schluss sei mit einem Projekt, welches weniger aufs Geldverdienen ausgelegt, sondern vielmehr von Idealismus geprägt gewesen sei, meinte Schomm. Solches Engagement sei wichtig für die Gesellschaft.

Dabei hatte der Sonntag deutlich gemacht, welch’ großen Charme dieses Angebot eigentlich besessen hat. Familien hatten es sich auf der benachbarten Wiese direkt an der Ruhr gemütlich gemacht. Es ging gesellig zu, und am Ausgabe-Fenster des „Treffe“ gab es immer wieder mal eine Schlange. Zum Finale gab es auch musikalische Begleitung. Der Künstler Tobias Bülow, der auf dem benachbarten Hof Deckert ein Atelier unterhält, spielte auf seinen Djembé-Trommeln. Zur Begleitung hatte sich Bülow selbst gebaute Percussion-Instrumente an die Füße geschnallt.

Premiere hatte der „Treffe anne Ruhr“ in den Sommerferien 2020, also dem ersten „Corona-Sommer“. Es sei auch ein Ziel gewesen, so Timo Reineke, in Pandemiezeiten den Menschen ein Freizeitangebot zu unterbreiten.

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