Soziales

Diakonie erweitert ihr Kita-Angebot

Hoffen auf Synergien (v. li.): Andrea Wichern, Hiltrud Schlotmann-Kühn, Volker Holländer.

Hoffen auf Synergien (v. li.): Andrea Wichern, Hiltrud Schlotmann-Kühn, Volker Holländer.

Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.  Die Kitas Hindenburg- und Prinzenstraße gehören nun zur Diakonie. Der Träger hofft angesichts steigender Nachfrage auf Synergieeffekte

Mit dem Beginn des Kindergartenjahres gehören die Kitas Hindenburg- und Prinzenstraße zur Diakonie Mark-Ruhr. Wie berichtet, hatten die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde und der Trägerbund Evangelischer Kindertageseinrichtungen die Trägerschaft abgegeben. Alle Mitarbeitenden wurden übernommen.

„Als die Fragestellung eines Wechsels aufkam, haben wir uns sofort darum bemüht“, erklärt Volker Holländer, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, beim Pressegespräch mit den beiden Kita-Leiterinnen Hiltrud Schlotmann-Kühn (Hindenburgstraße) und Andrea Wichern (Prinzenstraße). „In Iserlohn ergeben sich für uns mit Blick auf unsere Integrative Kita ,Ein Haus für alle Kinder’ und das Friederike-Fliedner-Berufskolleg neue Kooperationsmöglichkeiten.“

Neue Wege für den Beruf des Erziehers

So bietet etwa das Fliedner-Kolleg seit dem 1. August eine praxisintegrierte Ausbildung (PiA) für den Erzieher-Beruf an – in Kooperation mit verschiedenen Trägern, unter anderem der Diakonie. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird abwechselnd in der Fachschule für Sozialpädagogik und in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe absolviert. Es wird sowohl ein Schulvertrag mit dem Friederike-Fliedner-Berufskolleg als auch ein Ausbildungsvertrag mit den Trägern geschlossen.

Für die Auszubildenden ist dies finanziell attraktiver als die „klassische“ Ausbildung mit zwei Jahren Schule und einem Praxisjahr. „Wir haben einfach gemerkt, dass das Interesse der jungen Leute an dem Beruf geringer geworden ist“, sagt Holländer. „Die Chance auf einen Arbeitsplatz nach der Ausbildung ist ebenfalls sehr gut“, ergänzt Hiltrud Schlotmann-Kühn.

Anbau für zwei Gruppen an der Prinzenstraße in Planung

Der Fachkräftemangel wiegt schwer – ist doch die Nachfrage nach Kitaplätzen im Innenstadtbereich weiter steigend. Sowohl die Kita Prinzenstraße als auch die an der Hindenburgstraße sind seit Jahren Teil der Jugendhilfeplanung der Stadt Iserlohn. Die jeweils 47 Plätze in beiden Kitas werden dringend benötigt, um den Rechtsanspruch auf einem Kindergartenplatz erfüllen zu können. Beide Kitas sind im Verbund als Familienzentrum „Miteinander“ zertifiziert und haben bereits vor dem Trägerwechsel schon kooperiert.

„Wir haben Veranstaltungen und Beratung für Eltern schon gemeinsam durchgeführt“, erzählt Hiltrud Schlotmann-Kühn.

„Dank der neuen Struktur können jetzt sinnvolle strategische Kooperationen entstehen. Das kann beispielsweise auch für eine Flexibilisierung der Betreuungszeiten gelten“, sagt Holländer mit Blick auf die Zukunft. Denn: Seitens der Eltern gibt es eine wachsende Nachfrage in Bezug auf ausgedehnte Betreuungszeiten – etwa am frühen Morgen oder späten Nachmittag.

„Perspektivisch haben wir gerade in der Kita Prinzenstraße gute Möglichkeiten, durch bauliche Erweiterungen dem steigenden Betreuungsbedarf gerecht zu werden“, erklärt Holländer weiter. Das Ziel sei es, hier bis August 2020 einen Anbau zu schaffen, der zwei weiteren Gruppen mit jeweils zwischen 20 und 25 Kindern Platz bietet.

Ab dem 1. September wird das Betreuungsangebot der Diakonie Mark-Ruhr in Iserlohn außerdem noch um die Großtagespflege Prinzenstraße für neun Kinder im Alter unter drei Jahren erweitert. Die Großtagespflege ist eine Betreuungsform zwischen privater Kindertagespflege und einer institutionellen Einrichtung.

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