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Die Boule-Bahn kommt einfach zu gut an

Boule-Zeit: Mit bis zu 17 Spielern ist die Boule-Bahn an der Ginsterstraße oft an der Kapazitätsgrenze, weshalb bereits ein neuer Termin am Donnerstag ins Leben gerufen wurde. Foto:Torsten Lehmann

Boule-Zeit: Mit bis zu 17 Spielern ist die Boule-Bahn an der Ginsterstraße oft an der Kapazitätsgrenze, weshalb bereits ein neuer Termin am Donnerstag ins Leben gerufen wurde. Foto:Torsten Lehmann

I  Die Bürgerinitiative Heide/Hombruch regt eine zweite Anlage an. Die nächste Gesprächsrunde findet am Dienstag statt.

Sehr großer Beliebtheit erfreut sich die Boule-Bahn an der Ginsterstraße: Knapp 30 Spieler treffen sich an mittlerweile zwei Nachmittagen in der Woche. Deshalb wird jetzt der Bau einer zweiten Bahn angeregt, und zwar am Hombruch. Das ist auch eines der Themen beim zweiten Bürgergespräch, zu dem die Bürgerinitiative Heide/Hombruch aktuell gemeinsam mit der Maria-Magdalena-Gemeinde für Dienstag, 7. November, um 19 Uhr ins Martin-Luther-King-Haus einlädt.

Die Kapazitätsgrenzeist erreicht

Bislang kämen die Boule-Spieler allerdings alle aus dem Bereich der Heide, also des Wolfskobens und der angrenzenden Straßen. Ein, zwei machten sich zudem regelmäßig auch aus der Innenstadt auf, um ihrem Hobby in der Iserlohner Heide zu frönen. Vor der Suche nach einem geeigneten Standort am Hombruch, wie beispielsweise am Quartierstreff an der Friedrich-Kaiser-Straße, wäre es also wichtig, das Interesse aus dem Bereich zu kennen. „Es bräuchte positive Rückmeldungen“, verdeutlicht Heiner Hofmann von „Heide/Hombruch aktuell“. Wie gut sich dann eine solche von der Stadt geschaffene Freizeitmöglichkeit entwickeln könne, zeige sich eben an der Boule-Bahn an der Ginsterstraße, die ein Ergebnis des ersten Bürgergesprächs vor zwei Jahren ist.

Die beiden ehrenamtlichen Organisatorinnen Ulrike Kirst und Hilde Steiner freuen sich jeden Dienstag um 15 Uhr über insgesamt bis zu 17 Mitspieler. Das sei dann aber auch schon die Kapazitätsgrenze. Deswegen sei zusätzlich ein Donnerstagstermin um die selbe Uhrzeit ins Leben gerufen worden, an dem jetzt auch schon bis zu einem knappen Dutzend Interessierte kämen.

Spieler mögen dieangenehme Atmosphäre

„Es ist einfach toll und eine wahnsinnig nette Atmosphäre“, freut sich Hilde Steiner. Die 69-Jährige ist im Februar aus dem Nordschwarzwald nach Iserlohn gezogen, da hier ihre Schwester und ihr Schwager leben, und fühlte sich in ihrer neuen Heimat auch von ihren Mitbürgern und Boule-Mitspielern gleich herzlich aufgenommen.

Die Organisatorinnen würden sich freuen, wenn künftig auch jüngere Mitspieler zur Boule-Bahn kommen. Ein „Multifunktions- und Mehrgenerationen-Platz“ sei die Bahn ohnehin, denn Kinder und Jugendliche können sie auch als kleinen Bolzplatz nutzen. Derweil denkt Hilde Steiner beispielsweise auch an einen generationenübergreifenden Spiele-Nachmittag im Martin-Luther-King-Haus oder im Quartierstreff.

Ein ganz anderes Thema aus der Heide beschäftigt derweil Eckehard Hagemann und soll auch am kommenden Dienstag angesprochen werden: die Zukunft des Siepen zwischen Gutenbergstraße und Wolfskoben. Während im oberen gerodeten Teil weiterhin die gefällten Baumstämme auf ihren Abtransport warten, sei auch der untere ausgedünnte Teil nicht sehr ansehnlich und einladend. Vor allem die Wiederherstellung des ramponierten Weges lasse weiter auf sich warten.

Von der Idee eines Parks, die der Siepen laut Flächennutzungsplan ja tatsächlich sein solle, wolle er gar nicht mehr reden: „Es würde inzwischen schon reichen, wenn der Weg so gestaltet wäre, dass man ihn auch nach dem Regen gut nutzen kann“, sagt Hagemann. Und wünschenswert wäre natürlich auch, eine Sitzbank aufzustellen. „Viele ältere Leute, die gar nicht mehr hoch zum Wald gehen möchten oder können, würden hier gerne spazierengehen“, schildert Hagemann.

Auch die SPD-Ratsfraktion hat sich dieses Themas angenommen. Ratsherr Volker Keitmann möchte in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am 29. November über ein Konzept für den Siepen sprechen. In einem Brief an den Ausschussvorsitzenden Michael Schmitt verweist er auf die Ortsbegehung am 14. Juni, an der neben Vertretern des Märkischen Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer auch andere Ratsmitglieder und sachkundige Bürger von CDU, Grünen, Linken und (damals noch) AfD teilgenommen hätten. Die dabei aufgetretenen zahlreichen Fragen sollten in einem Sachstandsbericht vom SIH beantwortet werden: „Zur großen Verärgerung der beteiligten Fraktionen liegt dieser Bericht jedoch trotz mehrfacher Nachfragen und Aufforderung bis heute nicht vor.“

Siepen als „Grünfläche mit Naherholungscharakter“

Daher wolle die SPD nunmehr mit einem Beschluss des Planungsausschusses die Verwaltung beauftragen, für den Siepen „ein Konzept zur Anlage einer Grünfläche mit Naherholungscharakter – etwa mit Wegbefestigung, Aufstellung von Bänken inklusive Papierkörben, Gestaltung – zu erarbeiten und die Kosten zu ermitteln. Das Konzept solle sicherstellen, dass die Bürger zumindest eine begehbare Grünanlage nutzen könnten. Schließlich sei der Siepen auch im gültigen Flächennutzungsplan als solche („mit Baumbestand“) und eben der Zweckbestimmung als Park vorgesehen. Für die älteren Besucher wird am Dienstag im Anschluss an das Bürgergespräch ein Fahrdienst angeboten, damit jeder gut und sicher nach Hause kommt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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