Ehrenamt

Die Bücherei bekannter machen

Einen Förderverein für die Stadtbücherei wollen die Initiatoren um Büchereileiterin Gudrun Völcker (re.), Renate Schmidt (li), Peter Kost (2. Reihe von li.), Gerd Müller-Aßhauer und Dr. Werner Przybilla gründen.

Foto: Michael May

Einen Förderverein für die Stadtbücherei wollen die Initiatoren um Büchereileiterin Gudrun Völcker (re.), Renate Schmidt (li), Peter Kost (2. Reihe von li.), Gerd Müller-Aßhauer und Dr. Werner Przybilla gründen.

Iserlohn.  Literatur- und Medieninteressierte suchen Mitstreiter für die Gründung eines neuen Fördervereins für die Stadtbücherei.

Einen Förderverein für die Stadtbücherei in Iserlohn und ihre Letmather Zweigstelle aus der Taufe heben möchte ein Kreis von kulturinteressierten Iserlohnern. Den Impuls gab vor einem Jahr der Kulturausschuss. Gewünscht ist eine ähnlich erfolgreiche Breitenarbeit, wie sie bei den anderen Kulturinstituten: Bekanntlich leisten der Förderkreis Iserlohner Museen, der Förderverein des Parktheaters und der Freundeskreis der Iserlohner Musikschule seit Jahren eine vorbildliche, ehrenamtliche Arbeit.

Nach einer Reifezeit von zwölf Monaten mit intensiven Recherchen bei anderen Bücherei-Fördervereinen haben die Initiatoren um Büchereileiterin Gudrun Völcker, Renate Schmidt, Thomas Brenck, Gerd Müller-Aßhauer, Peter Kost und Dr. Werner Przybilla mit dem 19. Februar einen Termin für die Vereinsgründung angepeilt, zu dem sie literatur- und medieninteressierte Mitstreiter einladen.

Freude am Lesen fördern und neue Mediennutzer gewinnen

„Der Verein will die Freude am Lesen fördern und durch seine Mitglieder neue Leserinnen und Leser für die Bibliothek und Nutzerinnen und Nutzer für ihr umfangreiches Medienangebot gewinnen“, erklärt Gerd Müller-Aßhauer. „Dazu will der Verein Kontakte zu Personen und Institutionen des öffentlichen Lebens halten und suchen, um sie für die Aufgaben und Belange der Bibliotheken stärker zu interessieren. Die Arbeit des Vereins dient auch der Ergänzung des Medienangebotes.“ Er soll auch die Aktivitäten der Bibliotheken zur Kooperation mit Schulen im heimischen Raum unterstützen.

Müller-Aßhauer zeigt sich erstaunt über „viele Iserlohner, die die Bücherei und ihr Angebot nicht kennen“. Deshalb sei es ein Wunsch des Fördervereins, auch die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken. „Die Büchereien sind ein starkes Pfund, das wir in Letmathe und Iserlohn haben“, meint Dr. Werner Przybilla, der einen Internetauftritt des Vereins aufbauen will. „Wir wollen die Einrichtungen weiter voranbringen. Es ist überraschend, was an Medien vorhanden ist, auch an Zeitungen, Zeitschriften, DVDs und anderen Sachen.“ Er lobt auch das breite Medienangebot für Kinder und die kompetente Beratung: „Cool, hier habe ich ein Team, das hilft. Ich brauche in Letmathe meine Bibliothekarin, die weiß, was meine Kinder lesen.“

Ort der Begegnung und des Rückzugs

Büchereileiterin Gudrun Völcker berichtet von rückläufigen Besucherzahlen und einem verändertes Nutzungsverhalten: „Früher haben sich die Leute Bücher ausgeliehen und sind dann wieder gegangen, heute dauert die Dauer des Aufenthaltes länger. Die Bücherei ist ein sozialer Raum, man kommt mit Menschen in Kontakt in den Lesecken. Die Bücherei ist sowohl Begegnungs- als auch Rückzugsort, wo Ruhe herrscht, um zu arbeiten.“ Einige Besucher schreiben dort ihre Bewerbungen auf einem der vorhandenen Laptops, drucken sie aus und fragen die Büchereiangestellten manchmal: „Stimmt die Rechtschreibung?“

„Der Verein will Kinder dazu bringen, ihre Medienkompetenz über mehrere Quellen zu erschließen und Hilfestellung geben“, sagt Dr. Werner Przybilla. Hier gebe es reichlich Potenzial für die Ehrenamtlichen des zu gründenden Vereins. Mit ihnen sollen viele Ideen auf breite Schultern gestellt werden.

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