Theater

Die einen spenden eben Geld und ????, die anderen Applaus

Chefredakteur Thomas Reunert ist ganz „Nah dran“ an Schauspieler René Heinersdorff.

Foto: Wolfgang Meutsch

Chefredakteur Thomas Reunert ist ganz „Nah dran“ an Schauspieler René Heinersdorff. Foto: Wolfgang Meutsch

Iserlohn.   Boulevard-Publikum mit Freude an den Künsten und Dönekes von Frau Biedermann und den Herren Balder und Heinersdorff

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Auf das Iserlohner Theater-Publikum ist Verlass. Auch bei seinen Reaktionen. Wie schon beim ersten Mal in der vorletzten Spielzeit lief das Reaktionsmuster am Samstag bei „Aufguss“ nach dem gleichen Schema. Bei der ersten Pointe zum Thema „Spende für den guten Zweck“ hörte man nur ein Raunen. Irgendein Komödien-Scherz vielleicht. Aber die Vorahnung auf Frivoles war schon gesetzt. Als langsam klar wurde, dass es dem einen Protagonisten den ganzen Abend nur um Bares geht und dem anderen dann doch eher an Fortpflanzungs-Samen in 1-A-Qualität gelegen ist, kommt der Glücks- und Quietschpegel langsam aber sicher in Fahrt. Da wird der Sitznachbar schon mal prustend geknufft und Reihe 7 vergisst sogar, geschlossen zu husten. Und schließlich endet einige Saunagänge, Aufgüsse und Darsteller-Abgang mit „fast“ blankem Podex später - nachdem alles Finanzielle und Zwischenmenschliche abschließend und zur Befriedigung aller Beteiligten geregelt ist - das Ganze mehrheitlich in stehendem Applaus und spitzen Freudenschreien. Die Helden des Abends: Jeanette Biedermann, Madeleine Niesche, Hugo Egon Balder, René Heinersdorff und Max Claus. Sie haben auch in der soundsovielten Wiederaufnahme des fröhlichen Boulevardstücks das Publikum in größte Freuden- und Zufriedenheits-Höhen gespielt. Auch wenn auf den Gängen am Ende einige stirnrunzelnde Besucher gesehen worden sein sollen.

Und schöne Grüße auch von Herbert Herrmann und Nora

So oder so war es dann auch für diese Spielzeit ein wahrlich würdiger Abschluss der Boulevard-Reihe „Das Lachen kehrt zurück“, die von Kulturbüro, der Krombacher Brauerei und der Heimatzeitung präsentiert wird. Und dazu gehört vom ersten Tag an auch die Talk-Reihe „Nah dran“, die im Anschluss an das Stück noch einmal etwas andere Einblicke in das Seelenleben und die Arbeitswelt der Protagonisten gibt. Zwar hat es Chefredakteur Thomas Reunert nach über zwanzig investigativen Plauder-Jahren dann oft - und auch in diesem Fall - mit zum Teil alten Bekannten zu tun, aber irgendwie gelingt es doch noch immer wieder, den Damen und Herren von der Bühnen-Zunft neue Geschichten aus ihrer bunten Gedanken-, Gefühls- und Lebenswelt zu entlocken.

Und so plauderten sie einmal mehr los. Fröhlich-frech wie Jeanette Biedermann über ihre Zirkus-Jugend und ihr ziemliches Staunen über heftige Internetz-Reaktionen auf ihr fehlendes Tages-Make-up. Abgeklärt-brummelig wie Hugo Egon Balder, der trotz klarer Ansagen und schräger Blicke nicht immer verbergen kann, dass er eigentlich ein ganz lieber, netter Kerl ist bzw. sein kann. Und schließlich munter und blitzgescheit wie René Heinersdorff, der nicht müde wird, seine Liebe zu Iserlohn, seine Verehrung für Direktor Jostmann und die bundesweite Einmaligkeit des Iserlohner „Nah dran“-Talks zu loben. Er arbeitet bereits an einem neuen Stück für ihn, Balder und Jochen Busse. Und schöne Grüße ans Parktheater-Publikum von Herbert Herrmann und seiner Nora, die im September den Auftakt der nächsten Staffel bilden, bestellte er auch noch.

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