Kultur

Die erste Christin in Europa

Jana Noeske spielt die Hauptrolle in dem Musical „Lydia die Purpurhändlerin“

Jana Noeske spielt die Hauptrolle in dem Musical „Lydia die Purpurhändlerin“

Foto: Privat

Iserlohn.   Die Kinder- und Jugendkantorei führt „Lydia die Purpurhändlerin“ auf

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Hosenrollen sind die Sängerinnen der Kinder- und Jugendkantorei gewohnt. Die Chöre von Kantorin Ute Springer sind ganz klar von Mädchen dominiert. Die meisten Figuren der Bibel, die für die bisherigen Musicalproduktionen an der Obersten Stadtkirche Titel gebend waren, sind aber Männer, weswegen das Publikum schon oft Mädchen etwa als Noah, Moses oder Joseph nebst Brüder erleben durfte. „Endlich mal ein Frau“, war dann auch der Kommentar von Ute Springer bei der Vorstellung des nun anstehenden Projektes. Denn bei „Lydia der Purpurhändlerin“ braucht Hauptdarstellerin Jana Noeske weder Hose noch Bart. Dafür durfte sie sich schon für das Plakat in Purpur-Gewänder hüllen. Ein großer Pluspunkt für dieses Musical, sagt Ute Springer.

Eine bewegte Bekehrungsgeschichte

Und was für ein Frau diese Lydia ist. Sie findet nur kurz Erwähnung in der Bibel, genauer in der Apostelgeschichte. Aus den wenigen Hinweisen lässt sich aber herauslesen, dass sie aus dem damaligen Thyatira in Kleinasien stammt und als gottesfürchtige Griechin, also Nicht-Jüdin, die Synagoge besuchte. Später wurde sie dann im griechischen Philippi von Paulus und Silas bekehrt und gilt als erste Christin auf europäischen Boden. Es wird davon ausgegangen, dass sich die frühe Gemeinde in Philippi in ihrem Haus traf und sie eine herausragende Stellung als Gemeindeleiterin und Unterstützerin des frühen Christentums hatte.

Gut gemachtesPop-Musical

Eine bewegte Bekehrungsgeschichte, die von Andreas Mücksch und Barbara Schatz zu einem ansprechenden Musical bearbeitet wurde. Sehr reizvoll und sauber gearbeitet, wie Ute Springer sagt, ein kompositorisch toll gemachtes Pop-Musical, das sich textlich aber nicht den Jugendlichen anbiedert. Umgesetzt wird das Stück von den „Maxis“ der Kinderkantorei und den „5nach5er“ der Jugendkantorei, die auch die Solo-Rollen stellen. Gerade für die „5nach5er“, die oft angefragt werden, viel mit der Erwachsenen-Kantorei singen und selbst oft in Konzerten und auf Festivals auftreten, ist es immer etwas besonderes, wenn sie sich auch mal wieder in einem szenischen Stück zeigen können. Es hat sich in dem Chor dafür auch ein kleiner Kreis von Jugendlichen gebildet, der sich um das Bühnenbild gekümmert hat und größtenteils auch für die Kostüme und die Ausstattung verantwortlich ist. Begleitet werden die „5nach5er“ und die „Maxis“ von einer kleinen Band mit Hanns-Peter Springer am Klavier und Laura Flanz am Schlagzeug plus Solo-Instrumente.

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