Konzert

Die Gitarren kommen nach Hause

ndlich Wieder vereint: Festival-Organisator Thomas Kirchhoff (li.) und Küster Robert Wiedermann freuen sich auf die Gitarren-Konzertreihe in der Obersten Stadtkirche.

ndlich Wieder vereint: Festival-Organisator Thomas Kirchhoff (li.) und Küster Robert Wiedermann freuen sich auf die Gitarren-Konzertreihe in der Obersten Stadtkirche.

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Die Konzertreihe des Internationalen Gitarrenfestivals Iserlohn läuft erstmals seit 2015 wieder in der Obersten Stadtkirche.

Die Oberste Stadtkirche als Heimat des Gitarren-Festivals zu bezeichnen, ist nicht übertrieben. Von 1993 bis 2015 stand die Iserlohner Kirche ohne Unterbrechung im Fokus der hochkarätigen Konzertreihe des Festivals. Und wer den Organisator Thomas Kirchhoff vor einem der Konzerte der eher leisen Töne die Gäste auf ganz bestimmten Plätzen eingeschworen hat, sich möglichst wenig zu bewegen, weil die Bank gerade hier und dort besonders laut zu quietschen und zu knarren pflegt, dann weiß man was es heißt, wenn sich jemand in seinem Zuhause wirklich auskennt.

Drei Jahre lang hatte Kirchhoff seit 2016 mit seinen Gitarrenkonzerten auf der Suche nach neuen Impulsen für das Festival andere Hauptquartiere ausprobiert. Nun kehrt er für die 28. Auflage des Internationalen Gitarren-Festivals Iserlohn aber zurück in die Oberste Stadtkirche, und das freut allen voran vor allem ihn selbst. Die Akustik, die dichte Atmosphäre, die Intimität dieser Kirche – „so packende Konzert wie dort habe ich nie wieder erlebt“, sagt Kirchhoff.

Und packende Konzerte hat er für dieses Jahr einige in seinem Programm. Die Konzertreihe vom 4. bis 11. August verspricht wieder so manchen besonderes Abend. Das geht schon mit der Eröffnung am Sonntag, 4. August, los, wenn Lukasz Kuropaczewski mit seinem Begleitensemble antritt. Für Thomas Kirchhoff ist der 38-jährige Pole der kompletteste und beste Gitarren-Virtuose überhaupt und sein Konzert in Iserlohn ein Muss für jeden Musik-Fan. Allerdings wird das Parktheater, in dem sonst traditionell die Eröffnungskonzerte stattfinden, im Sommer renoviert.

Jeden Abend etwasganz besonderes

Und da die Oberste Stadtkirche an dem geräuschintensiven „Genuss-Pur“-Wochenende auf dem Fritz-Kühn-Platz nicht in Frage kommt, weicht Thomas Kirchhoff bei diesem Konzert in die Nußberger Johanneskirche aus.

Dann geht es aber in der Obersten Stadtkirche, dem „Wohnzimmer“ der Szene, los: Am Festival-Montag kommt mit Thibaut Garcia einer der ganzen feinen Vertreter der jungen Garde, am Dienstag ist erstmals ein Guitar-Trio zu hören, am Mittwoch feiern die legendären Katona-Twins ihr 30-jähriges Bühnenfestival, am Donnerstag kommt mit Eduardo Isaac ein außergewöhnlicher Klang-Magier, und am Freitag tischt der atemberaubende Jorge Caballero erneut Mussorgskis berühmte „Bilder einer Ausstellung“ auf sechs Saiten auf.

Alle Konzerte auf einen Blick

Sonntag, 4. August
Johanneskirche Nußberg
Eröffnungskonzert mit Lukasz Kuropaczewski (Polen) and Friends

Montag, 5. August
Oberste Stadtkirche
Augustin Wiedemann (Deutschland) und Thibaut Garcia (Frankreich)

Dienstag, 6. August
Oberste Stadtkirche
Alegrias Guitar Trio (Deutschland) und das Minneapolis Guitar Quartet (USA)

Mittwoch, 7. August
Oberste Stadtkirche
Stephen Robinson (USA) und die Katona Twins (Ungarn)

Donnerstag, 8. August
Oberste Stadtkirche
Eduardo Isaac (Argentinien) und
Cuarteto Sensemayá (Mexiko)

Freitag, 9. August
Oberste Stadtkirche
Duo Montes-Kircher (Venezuela/Deutschland) und Jorge Caballero (Peru)

Samstag, 10. August
Oberste Stadtkirche
Abschlusskonzert der Seminaristen

Alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr.

Karten gibt esin der Stadtinformation, 02371/217-1819, Informationen unter www.guitarsymposium.de. Der Vorverkauf hat begonnen.

Der 9. Internationale Martinez-Jugendwettbewerbs findet vom 5. bis 9. August in Haus Villigst statt und ist öffentlich.

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