Kultur

Die Liebe zum Kaffee führt zwei Menschen zusammen

Im Bürgerraum in der Südstadt präsentierte Autorin Sabine Hinterberger ihr neues Buch.

Im Bürgerraum in der Südstadt präsentierte Autorin Sabine Hinterberger ihr neues Buch.

Foto: IKZ

Iserlohn.   Die Autorin Sabine Hinterberger las aus ihrem neuen Werk

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Für Autorin Sabine Hinterberger war ihre Buchpremiere im Bürgerraum Südstadt am Samstagnachmittag etwas ganz Besonderes. Ihr neustes Werk „Wenn Wörter uns halten… – Mit Mia und Herrn Klauber durch Iserlohn“, das vor etwa zwei Wochen im Mönning-Verlag erschienen ist, beginnt nämlich genau dort in der Südstadt. Und natürlich gehörte zu dem literarischen Kaffeeklatsch auch ein „Klaubergedeck“, hausgemachter Käsekuchen und Kaffee.

In Sabine Hinterbergers vierten Buch geht es um die 18-jährige Mia, die auf der Straße lebt, und den 71-jährigen Herrn Klauber. Als Café-Schreiberin kann Mia, die mit dem alten VW-Bus ihrer Großmutter in Iserlohn gestrandet ist, Gedanken schmecken. Herr Klauber hingegen ist ein Café-Genießer, der täglich in seiner Wohnung im „Alten Stadtbad“ das Kalenderblatt abreißt. Unterschiedlicher könnten die Charaktere auf den ersten Blick nicht sein: Auf der einen Seite die junge, freiheitsliebende Mia, die nur für einen Sommer in der Stadt bleibt, auf der anderen Seite, der alte, sesshafte Herr Klauber, der aus Altena stammt und einen eingefahrenen Alltag lebt. Ihre Liebe zum Kaffee führt sie schließlich im Treppen-Café am Fritz-Kühn-Platz zusammen. Mia begegnet den Menschen um sich herum in Iserlohn auf ihre eigene Art, so auch Herrn Klauber, den sie immer besser kennenlernt.

Die Hauptfiguren findet man in anderen Personen

Die beiden Hauptfiguren gibt es auch in der Realität. Es sind zwar nicht zwei bestimmte Personen gemeint, vielmehr stehen mehrere Personen, die Sabine Hinterberger in Iserlohn kennenlernen durfte, hinter ihnen. Die Personen, die Handlung und die Dialoge zwischen den Generationen – all das ist die Essenz aus Sabine Hinterbergers täglicher Begegnung mit den Menschen in der Waldstadt. Manchmal liegen die Geschichten auf der Straße und Mia und Herr Klauber laden stellvertretend dazu ein, näher hinzuschauen.

Wer „Wenn Wörter uns halten… – Mit Mia und Herrn Klauber durch Iserlohn“ in der Hand hält, dem fallen auch die tollen Zeichnungen aus der Feder von Tanja Graumann auf, die die Geschichte bereichern. Dort sind beispielsweise der Seilersee mit Autobahnbrücke, aber auch markante Ecken aus der Innenstadt zu sehen. Dank des Stadtplans mit eingezeichneten Cafés kann der Leser Iserlohn auf besondere Art entdecken. Lediglich das Treppen-Café kann nicht entdeckt werden, gibt es dies doch nicht. Geht es nach Sabine Hinterberger so müsste in diesen Satz das Wort „noch“ eingefügt werden. Vielleicht wird der Wunsch nach einem solchen Café als Treffpunkt am Fritz-Kühn-Platz ja irgendwann einmal Realität.

Nächste Lesungim Alten Stadtbad

In Sabine Hinterberger, die von sich selbst behauptet, dass das Schreiben und sie nicht ohne einander können, schlummert bestimmt noch die eine oder andere Idee, so dass mit dem Schreiben noch lange nicht Schluss ist. Ihre Fans freut es gewiss. In naher Zukunft dürfen sich die erst einmal auf eine weitere Lesung von „Wenn Wörter uns halten… – Mit Mia und Herrn Klauber durch Iserlohn“ freuen. Am 30. November um 15 Uhr liest Sabine Hinterberger, die Schreib- und Erzähl-Cafés für Jung und Alt leitet, im „Alten Stadtbad“.

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