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Dr. Jila Schauerte folgt auf Dr. Ulrich Bildheim

Dr. Hisham Ashour (li.), Ärztlicher Direktor und Leiter der Frauenklinik

Dr. Hisham Ashour (li.), Ärztlicher Direktor und Leiter der Frauenklinik

Foto: privat

Iserlohn.   „Eigengewächs“ übernimmt Kinder- und Jugendklinik des Krankenhauses Bethanien.

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Sie kümmert sich im Agaplesion Krankenhaus Bethanien um die Jüngsten und Kleinsten, ist ab sofort die neue Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Früh- und Neugeborenenmedizin: Dr. Jila Schauerte. Dass es gelungen ist, die nach dem Tod von Dr. Ulrich Bildheim offene Stelle intern zu besetzen, freut nicht nur die Geschäftsführerin Maria Theis, sondern das ganze Team.

„Ich habe zunächst gedacht, dass ich es nicht machen kann, weil ich Familie habe“, sagt sie Mutter zweier Söhne (14 und 17 Jahre), die aus diesem Grund eine Teilzeitstelle hatte. Die Suche nach einem Nachfolger beziehungsweise einer Nachfolgerin hatte Dr. Ulrich Bildheim bereits vor mehr als zwei Jahren begonnen – ohne Erfolg. Obwohl er eigentlich schon hätte in Rente gehen können, hatte er seinen Vertrag zwei Mal verlängert. Auch die Suche für eine 2016 frei gewordene Oberarztstelle habe sich als schwierig, sprich erfolglos, erwiesen. „So wurde ich im Oktober als Leitende Oberärztin ins kalte Wasser geworfen und habe kommissarisch die Leitung übernommen“, erzählt Dr. Jila Schauerte.

Schon während des Studiumsim Bethanien tätig

Sie wurde 1971 in Dortmund geboren, machte ihr Abitur in Hemer, bevor sie ihr Medizinstudium in Aachen und Münster begann. Ihr 3. Staatsexamen absolvierte sie 1998 – schon damals war sie als studentische Aushilfe im Bethanien-Krankenhaus in der Pflege tätig. Von 1998 bis 2000 arbeitete sie als Ärztin im Praktikum in der Kinderklinik Lüdenscheid, am 1. April 2000 wurde sie als Assistenzärztin am Bethanien eingestellt. „Von Dr. Bildheim habe ich eine Menge gelernt“, blickt Dr. Jila Schauerte zurück. Weitere Stationen waren die Facharztausbildung in der Kinderheilkunde mit einem Schwerpunkt in der Neonatologie, ab 2009 die Stelle der Oberärztin.

„Eigentlich wird man ja Kinderärztin, um mit Kindern und deren Eltern zu arbeiten“, sagt sie mit Blick auf die Neuerungen, die mit dem Wechsel in die Klinikleitung auf sie zukamen. Deutlich mehr Bürokratie habe sie nun abzuarbeiten, jedoch immerhin weniger als erwartet. So gehört es zu den nächsten Zielen von Dr. Jila Schauerte, eine Oberarztstelle neu zu besetzen. „Es gibt aber kaum Fachärzte, die in eine Stadt wie Iserlohn kommen – und das, obwohl wir eine mittelgroße Klinik sind“, erklärt sie. Nicht nur in der Kinder- und Jugendmedizin sei dies so, sondern in allen Bereichen des Krankenhauses. Und in der Abteilung von Dr. Schauerte gab es in der Vergangenheit besonders Schwierigkeiten, nachdem Dr. Bildheim krank geworden war: Aus Sorge um die Zukunft hatten Assistenzärzte gekündigt, andere wurden krank beziehungsweise schwanger. Aus diesem Grund musste sie beispielsweise Silvester die Stellung halten – eine Aufgabe, die sonst nicht von Chefärzten übernommen wird.

In der Freizeit geht es zum BVB und auf die Skipiste

Von ihrem Vorgänger habe sie ein gut bestelltes Feld übernommen, lediglich kleine Veränderungen gibt es. „Die Trikotaktion mit dem IEC wollen wir natürlich weiterführen“, verspricht Dr. Jila Schauerte, die sich auch privat für die Roosters interessiert. Sportlich schlägt ihr Herz aber noch höher, wenn es um den BVB geht: „Ich bin ein Dortmunder Mädchen.“ Selbst hält sie sich mit Zumba fit, sofern es die Zeit zulässt, und sie fährt gern Ski, morgen beispielsweise geht es in den Urlaub nach Österreich. Außerdem singt sie im Werkschor Auerweg.

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