Stadtleben

Drei Sterne für ein kulinarisches Halleluja

„Einmarsch“ des Maestros: Starkoch Dieter Müller im Campus Garden.

Foto: Michael May

„Einmarsch“ des Maestros: Starkoch Dieter Müller im Campus Garden. Foto: Michael May

Iserlohn.   Starkoch Dieter Müller kocht im Campus Garden

Die Bühne ist bereitet, der Maestro allerdings lässt noch einen Augenblick auf sich warten: Dieter Müller, mit drei Sternen dekorierter Starkoch, ist zu Gast im Iserlohner Campus Garden. Auf der Tagesordnung steht ein Fünf-Gänge-Menü, dazu soll der gebürtige Baden-Württemberger einen Schwank aus seinem Leben erzählen. Gut 80 Gäste haben Platz genommen. Feine Roben, feines Gedeck, zum Auftakt gibt es Schampus, Getuschel, Spannung. Könnte dann losgehen.

Müller selbst hantiert indes noch in der Küche. Feinschliff für den ersten Gang, gemeinsam mit dem Team des Campus Garden wird flugs noch das Topping aufgetragen. Auf der Karte steht Tiramisu von der Gänseleber, Kaffeegelee, Pfefferkirschen, Brioche. Gang eins.

Campus Garden-Chef Ilir Mulaku wippt derweil von einem Fuß auf den anderen und grinst – man darf das wohl sagen – wie ein Honigkuchenpferd. „Der beste Koch aller Zeiten“, schwärmt er am Rande, bevor er offiziell die Gäste begrüßt und schließlich Müller nach vorne dazu bittet.

Der bestätigt dann den Eindruck, den er bereits beim kurzen Vorgespräch hinterlassen hat: Freundlich, umgänglich, gut gelaunt gibt er Anekdötchen zum Besten und erläutert das Menü, das – naheliegend bei dem weitgereisten Sterne-Koch – „eine kulinarische Weltreise“ sein soll.

„Das Haschisch unter den Gewürzen“

Zur Erklärung: Seit 2010 ist Müller als Koch auf der MS Europa engagiert, zuletzt war er vier Wochen unter anderem in der Region um Hongkong unterwegs. Sein Kochstil umfasst mediterrane, französische und asiatische Einflüsse.

Nach dem Tiramisu gibt es unter anderem Cappucino von Curry und Zitronengras, Schmorbäckchen vom Kalb mit Vanillekarotten und Kartoffelstampf, zum Ende unter anderem Tonkabohnenreis. „Tonkabohnen, das ist das Haschisch unter den Gewürzen“, erklärt Müller.

Wie berauscht die 80 Gäste dann am späten Abend tatsächlich nach Hause gingen, konnte aufgrund von Folgeterminen redaktionell nicht geklärt werden. Vieles spricht aber dafür, dass zumindest ein zufriedenes Lächeln auf den Gesichtern der meisten Besucher lag.

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