Musik

Durchatmen in einer hektischen Zeit

Konzert in St. Josef Stübbeken. Der Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Heinrich Mainka und Stefanie Krämer-Laame spannte in seinen Liedern eine musikalische Brücke von Spanien nach Italien bis Frankreich. 

Konzert in St. Josef Stübbeken. Der Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Heinrich Mainka und Stefanie Krämer-Laame spannte in seinen Liedern eine musikalische Brücke von Spanien nach Italien bis Frankreich. 

Foto: Miriam Mandt-Böckelmann

Iserlohn.  Musikalische Reise von der St. Josef Kirche im Stübbeken durch Italien, Frankreich und Spanien

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Beim Konzert in der St. Josef Kirche im Stübbeken folgte ein Musikinstrument auf das nächste: Orgel, Posaunen, Flöten, Akkordeon, Celli und Mandolinen – hier war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Der Kirchenchor (Leitung: Heinrich Mainka und Stefanie Krämer-Laame) stimmte die Besucher mit einem „Santo, santo“ auf die kommende „stade“ Zeit ein und bildete die Klammer für eine musikalische Weltreise durch Italien, Frankreich und Spanien. Als beim „Elevaciòn“ von Pablo Hernandez mit Konrad Dickhaus an der Orgel dann auch noch das Licht gedimmt wurde, kamen wohl bei so manchem Weihnachtsgefühle auf. Innehalten, Durchatmen, die Gedanken ordnen – das ist vor der stressigen Endjahres-Rallye keine schlechte Idee und St. Josef war dafür an diesem Abend der perfekte Ort. Mag auch beim Elseyer Posaunenchor (Leitung: Bettina Pahnke) nicht jeder Ton gesessen habe, machten die acht Musiker das beim „O Magnum Mysterium“ mit ihrer Inbrunst und der Liebe zum Instrument wett. Dafür, dass es beim Konzert nicht zu schwermütig zuging, sorgte Daiga Röhl mit ihrem Akkordeon. Beim „Chianti Lied“ (kennen Sie bestimmt: Ja, Ja der Chianti-Wein, der lädt uns alle ein … gesungen von Rudolf Schock) hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Wer sagt denn, dass es bei einem Kirchenkonzert immer schwermütig zugehen muss? Sabine Horstmann und Gunther Kingreen zeigten als Cello-Duo ihr Können, das Blockflötenquartett aus Anne Schulte, Stefanie Krämer-Laame, Kirsten Klima und Margarete Schulze-Rüb sorgte für eine romantische Stimmung. Schunkeln in Kirchenbänken – das geht tatsächlich: das Mandolinenquartett (Barbara Dröst, Ursula Wailand, Gertrud Gunkel und Martin Menzel) machte es möglich!

Seelisch gestärkt zurück in den Alltag

Auf ihren Lauten spielten sie schmissige italienische Melodien und ließen so Erinnerungen an die Heimatfilme der 60er-Jahre wach werden, als das Land, in dem die Zitronen blühen, noch ein Sehnsuchtsort der Deutschen war. Seinen Abschluss fand das Konzert mit einem gemeinsamen Lied. „Kein schöner Land in dieser Zeit“ hallte es von den Kirchenwänden wieder – dann ging es für alle Zuhörer wieder raus in den Alltag. Ein klein wenig seelisch gestärkt – und mit Musik im Herzen.

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