Musik

Durchatmen kurz vor dem Jahreswechsel

Eine einmalige Atmosphäre herrschte beim „Feuerwerk der Orgelpfeifen“ in der Oberste Stadtkirche kurz vor dem Jahreswechsel auch diesmal wieder.

Foto: Michael May

Eine einmalige Atmosphäre herrschte beim „Feuerwerk der Orgelpfeifen“ in der Oberste Stadtkirche kurz vor dem Jahreswechsel auch diesmal wieder.

Iserlohn.   Das „Feuerwerk der Orgelpfeifen“ in der Obersten Stadtkirche erfuhr wieder eine große Resonanz des Publikums.

Das „Feuerwerk der Orgelpfeifen“ hat auch diesmal wieder kurz vor dem Jahreswechsel so viele Besucher in die Oberste Stadtkirche gelockt, dass nahezu kein Sitzplatz mehr zu finden war.

Kirchenmusikdirektor Hanns-Peter Springer hatte für die neueste Auflage des beliebten Konzerts die englischen Komponisten in den Mittelpunkt gestellt. So erklangen unter anderem Isaac van Vleck Flaglers „Festival March“, Orlando Gibbons’ „Ground“ und Percy Fletchers „Fountain Revery“ sowie seine Toccata. Jedem der Besucher war sicherlich Norman Warrens „Silent Night“ ein Begriff. Dem gegenüber standen Johann Sebastian Bachs „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „In dulci jubilo“ und die Toccata in F.

Publikum von derBandbreite fasziniert

Für diejenigen, deren Ohren nicht geübt sind in Orgelmusik, bot das 50-minütige Konzert so manche Überraschung. „Ich dachte teilweise, da ist eine ganze Band im Einsatz“, flüsterte eine junge Frau ihrem Begleiter anschließend zu. Er nickte: „Es ist schon faszinierend, dass die Orgel einerseits so zart und auf der anderen Seite so gewaltig klingen kann.“ Kirchenmusikdirektorin Ute Springer hatte in ihrer Begrüßung darauf hingewiesen, dass die Orgelanlage inklusive Zimbelstern und Setzeranlage komplett finanziert ist. Gut angelegtes Geld, wie das Publikum am Ende wusste.

Doch nicht nur die Musik hat die Zuhörer verzaubert, sondern auch die Atmosphäre in der Obersten Stadtkirche, die ausschließlich von Kerzen beleuchtet war. Im Altarraum standen unzählige Teelichter und bunte Zylinder, die an Orgelpfeifen erinnerten. Die sprichwörtliche Stecknadel wäre beim Fallen deutlich zu hören gewesen, so still war es in der Kirche.

Pfarrer Andres Michael Kuhn hatte für die Meditation Dietrich Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ ausgewählt. Geschrieben hatte Bonhoeffer es in der Silvesternacht 1944, als er in Berlin inhaftiert war.

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