Eisenbahnüberführung Kalthof

Eichhorn: Drei Alternativen werden geprüft

Der Eingangsbereich zum Sportplatz Kalthof: Entweder auf einem Teil der Parkplätze oder auf der dahinterliegenden Wiese könnte die Feuerwehr in Kalthof einen provisorischen Standort beziehen.

Foto: Michael May

Der Eingangsbereich zum Sportplatz Kalthof: Entweder auf einem Teil der Parkplätze oder auf der dahinterliegenden Wiese könnte die Feuerwehr in Kalthof einen provisorischen Standort beziehen. Foto: Michael May

Iserlohn/Kalthof.   Die Feuerwehr Iserlohn prüft, wie sie sich während der Sperrung der Leckingser Straße an der Eisenbahnüberführung aufstellt.

Wenn – vermutlich im Frühjahr 2018 – die Eisenbahnüberführung in Kalthof an der Leckingser Straße erneuert und während der Bauzeit dort keine Durchfahrtsmöglichkeit für den Autoverkehr bestehen wird, hat das auch erhebliche Auswirkung für die Löschgruppe Leckingsen. Denn ihr Gerätehaus befindet sich ja zwischen Bundesstraße und Eisenbahnüberführung, wäre also während der Bauarbeiten von ihrem Haupteinsatzgebiet abgeschnitten. Der Chef der Feuerwehr Iserlohn, Christian Eichhorn, denkt daher gemeinsam mit der Löschgruppe intensiv darüber nach, wie auf diese Situation zu reagieren ist.

Möglicherweise doch Schienenersatzverkehr?

Am Dienstag gab es ein Gespräch zwischen Deutscher Bahn und Feuerwehr, aktuell denkt Eichhorn über drei Alternativen nach. Eine davon ist die, während der Bauarbeiten ein Löschfahrzeug am DB-Haltepunkt Kalthof im Bereich der Wendeschleife zu platzieren. Ob das aber überhaupt möglich wäre, so Eichhorn, hängt auch noch von ausstehenden Entscheidungen der Bahn ab. Laut Eichhorn hat das Unternehmen noch nicht abschließend entschieden, ob der Eisenbahnverkehr während der Bauarbeiten größtenteils weiter bis nach Iserlohn läuft, oder ab Kalthof generell ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird. Dafür, so Eichhorn, würde möglicherweise auch das angedachte Gelände benötigt.

Variante zwei wäre das vorübergehende „Asyl“ auf einem Kalthofer Bauernhof. Der Hof Emde habe seine Bereitschaft zu einer solchen Lösung signalisiert. Eichhorn hält den Standort allerdings nicht für optimal, weil er relativ weit vom Kalthofer Ortskern entfernt liegt. Der Feuerwehrchef denkt hier noch über einen weiteren Bauernhof als mögliche Alternative nach, es stehen aber noch Gespräche aus.

Die dritte Variante und der derzeitige Favorit von Christian Eichhorn wäre eine Lösung am neuen Kalthofer Sportplatz. Im Visier hat er Teile des Parkplatzes oder ein benachbartes Wiesenstück. Die Überlegung ist, dort eine zeltartige Garage errichten zu lassen, die Platz für das Löschfahrzeug und ein Führungsfahrzeug bietet. Auch die Spinde der Einsatzkräfte könnten dort Platz finden. Zum Duschen könnte ein Duschcontainer zum Einsatz kommen, über den die Stadt Iserlohn seit der Flüchtlingskrise ohnehin verfügt. Die Versorgung mit Wasser und Strom wäre aus dem Vereinsheim des SSV Kalthof heraus möglich. Diese Lösung wäre natürlich auch mit einigen Kosten verbunden. Der Feuerwehrchef möchte hier die Bahn mit ins Boot holen. Denn es seien ja schließlich Aktivitäten der Bahn, die dazu führten, dass die Löschgruppe Leckingsen von dem Ortsteil abgeschnitten werde, den sie beschützen soll. Die Bahn habe zwar vergleichsweise reserviert reagiert, so Eichhorn, Klarheit dürfte ein weiteres Gespräch im Juli bringen.

Und was ist mit den Kalthofer Gebieten, die sich zwischen Einbahnlinie und Bundesstraße beziehungsweise noch jenseits davon befinden, beispielsweise das große Werk von WDI? Das Gerätehaus der Löschgruppe an der Leckingser Straße wäre dann ja vorübergehend verweist. Geplant ist es, dass während der Bauarbeiten die Löschgruppen Sümmern und Hennen für dieses Gebiet mit zuständig sind. Noch nicht ganz abgehakt ist es auch, doch noch eine Lösung zu finden, dass die Löschgruppe Leckingsen die Bahnlinie passieren kann. Untersucht werden soll eine vorhandene Überführung im Bereich Industriegebiet Zollhaus (gemeint ist nicht die Unterführung zum Stiftungshof).

104 Tage Bautätigkeitsind geplant

Nach aktuellen Angaben der Bahn, so Christian Eichhorn, ist mit 84 Tagen Bautätigkeit am neuen Brückenbauwerk zu rechnen, danach kommen noch 20 Tage für den Straßenbau dazu.

Keine größeren Auswirkungen hat der Neubau auf die Iserlohner Berufsfeuerwehr samt Rettungsdienst. Schon heute, so Eichhorn, würden die Einsatzkräfte bei Einsätzen im Kalthof Ortskern – in etwa bis zum Kreisverkehr am Kalthof-Center – über Dortmunder Straße und Schirrnbergstraße anrücken. Und bei Einsatzorten im Bereich der Bundesstraße erfolge schon heute die Anfahrt über Baarstraße und besagte Bundesstraße.

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