Laumann bei Sprenger

Ein außergewöhnlicher Weltmarktführer

Nahmen am Meinungsaustausch bei Sprenger teil: Prokurist Frank Rieger (v.li.), Landrat Thomas Gemke, MdB Christel Voßbeck-Kayser, Minister Karl-Josef Laumann, Geschäftsführer Peter Sprenger und Mitarbeiterin Diana Finke.

Foto: Michael May

Nahmen am Meinungsaustausch bei Sprenger teil: Prokurist Frank Rieger (v.li.), Landrat Thomas Gemke, MdB Christel Voßbeck-Kayser, Minister Karl-Josef Laumann, Geschäftsführer Peter Sprenger und Mitarbeiterin Diana Finke. Foto: Michael May

  Besuch aus Düsseldorf empfing am Freitag das Iserlohner Unternehmen Herm. Sprenger.

„Sie sind ein außergewöhnliches Unternehmen!“: Zu dieser Einschätzung kam der Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann (CDU), am Freitagnachmittag nach einem längeren Meinungsaustausch mit der Geschäftsführung der Firma Herm. Sprenger an der Alexanderstraße. Begleitet wurde Laumann von der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser und Landrat Thomas Gemke.

1872 gegründet, aktuell 140 Mitarbeiter und ein Weltmarktführer in den Bereichen Reitsportartikel, Bootsbeschläge und Hundesportartikel – der geschäftsführende Gesellschafter Peter Sprenger stellte das Iserlohner Traditionsunternehmen kurz vor. Prokurist Frank Rieger beleuchtete den Umgang des Unternehmens mit den Themenfeldern Beschäftigung älterer Arbeitnehmer, Nachwuchsgewinnung, Arbeitszeit und Flexibilisierung sowie Inklusion vor. 41 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt der Sprenger-Belegschaft, zehn Mitarbeiter sind älter als 61 Jahre. Da viele Produktionsschritte noch durch handwerkliche Arbeit geprägt seien, sei das Know-how älterer Mitarbeiter überaus gefragt, sagte Rieger.

Bei der Nachwuchsgewinnung setze Sprenger stark auf eigene Ausbildung. Auch Führungskräfte versuche man durch Fort- und Weiterbildung im eigenen Hause zu gewinnen. Zum siebenköpfigen Führungsteam gehören auch drei Frauen. Zuletzt habe man ein eigenes Personalmanagement aufgebaut. Mit Diana Finke ist auch hier ein Eigengewächs mit Führungsaufgaben betraut.

Zunehmend schwierig, so Prokurist Riegert, sei es, Ausbildungsbewerber für den gewerblichen Bereich zu finden. Gleitzeit, Work-Life-Balance und Elternzeit für Männer stehen ebenfalls beim Unternehmen auf der Agenda. Aufgrund der Tarifbindung gilt die 35-Stunden-Woche. Zum Thema Inklusion betonte der Prokurist, dass es eine langjährige Zusammenarbeit mit den Iserlohner Werkstätten gebe und auch Menschen mit Behinderung eingestellt würden. Flüchtlingen wolle man ebenfalls gerne eine Chance geben, was aber nicht immer einfach sei.

Mitarbeiter nicht nurein Kostenfaktor

Peter Sprenger betonte, dass die Qualität der Produkte, die im hochpreisigen Bereich angesiedelt seien, von entscheidender Bedeutung für die Chancen am Markt seien. Ärgerlich sei es, dass ausländische Mitbewerber Sprenger-Produkte kopieren würden. Laumann bezeichnete das als „Riesensauerei“ und Diebstahl von geistigem Eigentum. Laumann, der selbst aus dem Arbeitnehmerlager kommt, lobte anhand des zuvor Gehörten, dass bei Sprenger Mitarbeiter offenbar nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden.

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