Kirche

Ein guter Hirte mit bunter Herde

Am Vorabend des Pankratiustages machte der Junge Chor beim Evensong in der St.-Aloysius-Kirche den Auftakt – der war allerdings nicht wirklich gut besucht.

Am Vorabend des Pankratiustages machte der Junge Chor beim Evensong in der St.-Aloysius-Kirche den Auftakt – der war allerdings nicht wirklich gut besucht.

Foto: Annabell Jatzke

Iserlohn.   Am Pankratiustag feiern Katholiken des Pastoralverbundes alle gemeinsam

Der Heilige Pankratius hätte sicherlich seine Freude daran gehabt, wie die Katholiken des Pastoralverbundes Iserlohn am Wochenende seiner gedachten. Musikalisch wurde der Pankratiustag am Vorabend mit dem Jungen Chor unter der Leitung von Kantor Tobias Leschke eröffnet. In der Pfarrkirche St. Aloysius stimmten die jungen Sänger und Sängerinnen die Christen am Samstagabend beim Evensong auf die Festivitäten ein. Wenngleich das besonders gestaltete abendliche Gebet, das Pastor Frederic Kernbach nach dem Vorbild der anglikanischen Kirche hielt, keine Massen anzog, war es ein gelungener Auftakt.

Den eigentlichen Pankratiustag begingen die Iserlohner Katholiken am Sonntag in der Gemeinde St. Peter und Paul in Kalthof. Das Gotteshaus im Norden war diesmal als Ort für die traditionelle Festivität ausgewählt worden, da die Kirche in diesem Jahr Jubiläum feiert. Wie in der Samstagsausgabe bereits ausführlich berichtet, wurde die Kalthofer Kirche im Juli 1969 seinerzeit vom Paderborner Weihbischof Dr. Paul Nordhues geweiht.

St. Peter und Paul als Ort für traditionelle Festivität

Wie schön, dass im Jubiläumsjahr die Kirche beim Pankratiustag im Mittelpunkt stand. Gemeinsam versammelten sich die Christen aus allen neun Gemeinden des Pastoralverbundes dort, um zusammen das Festhochamt zu feiern. Dabei wurde die Festmesse vom Jungen Chor, vom Seniorenchor sowie vom Collegium Vocale musikalisch mitgestaltet.

Im Gottesdienst wurde auf das Evangelium vom guten Hirten eingegangen, wobei Pfarrer Johannes Hammer unterstrich, dass die Herde bunter geworden ist. Diese Vielfältigkeit kann ein Impuls für die Zukunft sein. Gemeindeassistent Arthur Gorny verglich die Kirche mit einem Schiff, welches unter Wasser viele Lecks hat. „Wir versuchen die Lecks zu stopfen und vergessen alles drum herum“, sagte Gorny.

Nach dem liturgischen Teil des Pankratiustages wurde beim Fest der Begegnung weitergefeiert. Dabei war zu sehen, wie die Christen unabhängig ihres Alters und über die Gemeindegrenzen hinaus zusammen ein paar gesellige Stunden genossen. Den Grillstand übernahm der SSV Kalthof, während der Förderverein der Grundschule Kalthof frische Waffeln verkaufte.

Während die Erwachsenen den Plausch untereinander genossen, boten sich für die jüngeren Festbesucher diverse Unterhaltungsmöglichkeiten. Der katholische Kindergarten Kalthof hatte einen Spieleparcours mit einigen Stationen organisiert, außerdem konnte auf der Hüpfburg ausgiebig getobt werden. Und die Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Leckingsen präsentierte in einer Ecke ihre Fahrzeuge in einer kleinen Fahrzeugschau. Zudem konnte der Imkerverein Kalthof gewonnen werden, der einen Einblick in die Imkerei bot. Am Nachmittag unterhielt dann Jens Dreesmann mit seinem Chor „Ohrclip“.

Gute Zusammenarbeit der einzelnen Gemeinden

Der gemeinsame Pankratiustag war wieder einmal ein voller Erfolg. Claudia Kleinschmidt vom Vorbereitungsteam lobte die gute Zusammenarbeit der einzelnen Gemeinden untereinander. Und auch Pfarrer Hammer erfüllte das Fest mit Stolz. Aus allen Gemeinden waren Christen zugegen und auch in die Vorbereitung und die Durchführung miteingebunden. Anhand des Festes sieht man, dass man zusammen etwas entwickeln kann, wenn jeder seine eigene persönliche Begabung mit einbringt. Nichtsdestotrotz ist sich Hammer auch im Klaren darüber: „Es braucht noch viel Zeit“. Aber ein Anfang des Zusammenwachsens ist gemacht.

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